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Steuergestaltung

Beim Zahngoldeinkauf kann der Zahnarzt ein Schnäppchen machen!

In der Oktober-Ausgabe haben wir auf Seite 4berichtet, daß das Praxislabor ebenso  wie ein gewerblichesLabor Edelmetalle zum jeweiligen Tageskurs abrechnet. Verarbeitet derZahnarzt zu einem günstigen Preis eingekauftes Zahngold selbstoder liefert er es an das Fremdlabor, so  wird gleichwohl mit derKZV und dem Patienten auf Tagespreisbasis abgerechnet. Dabeientstehende finanzielle Vorteile verbleiben je nach gesamtvertraglicherRegelung mit der KZV beim Zahnarzt.

Zur steuerlichen Behandlung dieser Vorteile haben uns einige Leseranfragen erreicht, auf die wir im folgenden Beitrag eingehen.

Zwei Möglichkeiten für die Abrechnung mit dem Fremdlabor

Für die Abrechnung Ihres vom Fremdlabor verarbeiteten Zahngoldes sind die folgenden beiden Varianten üblich:

  • : In der Fremdlabor-Abrechnung, die Sie an die KZV bzw. denPatienten weiterleiten, ist das verarbeitete Zahngold enthalten. Siebezahlen den Zahnersatz an das Fremdlabor mit Geld und  dem– verarbeiteten – Zahngold.
  • In der Abrechnung ist nur die tatsächliche Leistung desFremdlabors enthalten. Die Menge und Sorte des verarbeiteten Zahngoldesteilt Ihnen das Fremdlabor mit. Über das vom Fremdlaborverarbeitete und von Ihnen beigestellte  Zahngold fertigen Siefür die KZV bzw. den Patienten eine eigene Abrechnung.

Die steuerliche Behandlung

Die Einnahmen aus Ihrer zahnärztlichenTätigkeit sind umsatzsteuerfrei; dafür können Siebekanntlich aber auch keine Vorsteuern aus Materialeinkauf oderPraxiskosten absetzen. Hiervon ausgenommen ist die Lieferung vonZahnersatz, der im Praxislabor her- oder wiederhergestellt wird. DerSteuersatz für diesen Zahnersatz beträgt 7 Prozent.

Ebenfalls umsatzsteuerpflichtig ist die Lieferungvon Zahngold für die weitere Verarbeitung im Fremdlabor. Abschnitt89 Abs. 4 der Umsatzsteuer-Richtlinien sagt hierzu: LassenZahnärzte Zahnprothesen außerhalb ihres Unternehmensfertigen, stellen sie aber Material – zum Beispiel Gold undZähne – bei, so ist die Beistellung der Herstellunggleichzusetzen. Die Lieferung der Zahnprothese ist daher hinsichtlichdes beigestellten Materials steuerpflichtig. Die aus demZahngoldeinkauf zu berücksichtigende Vorsteuer beträgt 16Prozent, die Umsatzsteuer aus der Beistellung des Zahngoldes 7 Prozent.

Das Beispiel auf der nächsten Seite zeigt die steuerlichen und finanziellen Auswirkungen der Beistellung des Zahngoldes.

Beispiel

Hinweis: Wer vor demJahresende seinen Goldvorrat aufstockt, kann damit seinen Gewinn nachunten drücken (siehe dazu auch unseren Beitrag in diesem Heft aufden Seiten 7 und 8). Da im nächsten Jahr der Spitzensteuersatzsinkt, bringt dies einen zusätzlichen Vorteil.

Quelle: Zahnärzte-Wirtschaftsdienst - Ausgabe 12/1999, Seite 13

Quelle: Ausgabe 12 / 1999 | Seite 13 | ID 108653