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  • 06.05.2009 | Mitarbeiterführung

    Delegation von unten nach oben - so war das nicht gedacht!

    von Christine Baumeister, Beratung - Training - Konzepte, Haltern

    Kennen Sie das? Sie haben ihrer Mitarbeiterin eine bestimmte Aufgabe gegeben oder einen Verantwortungsbereich zugewiesen und nun steht sie hilflos vor Ihnen: „Chef, das kriege ich nicht hin. Ich weiß nicht, wie das geht.“ Falls dies nun in Ihnen das „Helfer-Syndrom“ auslöst, Sie sich selbst an die Arbeit machen oder nach Lösungen suchen, haben Sie schon verloren. Denn Ihre Mitarbeiterin hat, was sie will: die Lösung des Problems an Sie delegiert! In solchen Situationen heißt es erstmal, ruhig bleiben und dann Hilfe zur Selbsthilfe geben. Denn: „Wer hilft, wo fördern reicht, schädigt!“  

    Lassen Sie die Verantwortung dort, wo sie sein soll

    Was aber können Sie konkret gegen eine - unbewusste - Delegation von unten nach oben tun? Mit einigen ebenso eleganten wie effektiven Fragestellungen können Sie das Problem dort belassen, wo es hingehört - nämlich bei Ihrer Mitarbeiterin. Diese Fragen dienen dazu, Ihre Mitarbeiter die Lösung des Problems selbst entwickeln zu lassen. Damit stärken Sie gleichzeitig das Selbstbewusstsein und die Eigenverantwortung Ihrer Mitarbeiter, ohne das Gefühl von Unzulänglichkeit hervorzurufen.  

     

    Die Fragetechnik wird am folgenden Beispiel verdeutlicht, wobei die Fragen ohne weiteres auf andere Probleme übertragbar sind.  

     

    Beispiel  

    Sie haben eine Mitarbeiterin für die Materialverwaltung verantwortlich gemacht und ihr aufgegeben, mit Hilfe der EDV Lieferanten- und Materiallisten zu erstellen. Nun wendet sie sich an Sie: „Chef, ich weiß nicht, wie man das macht. Vor allem das mit den Erstellen der (Excel-)Tabellen kriege ich mit dem Computer nicht hin.“