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Miete

Bei langfristiger Vermietung sind auch hohe Verluste steuerlich abzugsfähig

Bei der Vermietung von Wohneigentum könnengrundsätzlich auch hohe Verluste steuerlich geltend gemachtwerden. Aus der Immobilie muß lediglich über einen Zeitraumvon 100 Jahren betrachtet ein „Totalüberschuß“erzielt werden. Dieses erfreuliche Urteil hat der Bundesfinanzhof (BFH)gefällt. Das Urteil hat zur Folge, daß das Finanzamtkünftig die Überschußerzielungsabsicht des Vermietersnur dann in Frage stellen kann, wenn besondere Umstände vorliegen,die darauf schließen lassen, daß dieser trotz derlangfristigen Vermietung ausnahmsweise keinen Überschußerzielen will. Solche besonderen Umstände sind beispielsweise dieVermietung einer Ferienwohnung, die Beteiligung an einem Mietkaufmodelloder an einem Bauherrenmodell mit Rückkaufangebot oderVerkaufsgarantie. Ausdrücklich weist der BFH jedoch darauf hin,daß die Überschußerzielungsabsicht nicht alleindadurch in Zweifel gezogen werden kann, daß der Steuerpflichtigean Angehörige vermietet (Urteil vom 30.9.1997, Az: IX R 80/94). (Abruf-Nr. 97897)

Quelle: Zahnärzte-Wirtschaftsdienst - Ausgabe 06/1998, Seite 4

Quelle: Ausgabe 06 / 1998 | Seite 4 | ID 108446