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Gewinnermittlung für die Praxis

Ab 2004 gibt es einen amtlichen Vordruck für die Einnahmen-Überschuss-Rechnung

Bisher konnten Zahnärzte die Form ihrerEinnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) weitestgehend selbstbestimmen. Damit ist jedoch ab dem Veranlagungsjahr 2004 Schluss. Mitdem „Kleinunternehmerförderungsgesetz“ hatFinanzminister Hans Eichel einen neuen Vordruck eingeführt, dervorgibt, wie die EÜR für 2004 und für spätere Jahreaussehen muss. Den amtlichen Vordruck und die vom Bundesministeriumfür Finanzen herausgegebenen Erläuterungen finden Sie imInternet unter www.-iww.de bei Eingabe der Abruf-Nr. 032677 rechts oben in der Leiste.

Zweck der Standardisierung: Mehr Kontrollmöglichkeiten

Zweck der standardisierten EÜR ist es, denFinanzämtern – EDV-gesteuert – die Kontrolle derSteuererklärung zu erleichtern. Im internen Reihenvergleich, beidem die EÜRen eines Zahnarztes über mehrere Jahre hinwegverglichen werden, lassen sich „Ausreißer“ undAuffälligkeiten für eine weitere intensive Nachprüfungleichter feststellen. Im externen Reihenvergleich können dieAngaben in der Gewinnermittlung sogar mit den EÜRen andererZahnärzte der gleichen Rechtsform und Einnahmengruppe verglichenwerden. Bei gravierenden Abweichungen dürfte sich dann wohlalsbald der Betriebsprüfer anmelden.

Tipp: Passen Sie Ihre laufende Datenerfassung an!

Als Einnahmen-Überschuss-Rechner sollten Siesich den neuen Vordruck möglichst bald ansehen und die ErfassungIhrer Praxiseinnahmen und Betriebsausgaben während des Jahres andas Schema des neuen Vordrucks anpassen. Sie ersparen dann sich bzw.Ihrem Steuerberater die mühselige Arbeit, die einzelnen Einnahmenund Kostenarten, die in der EÜR angegeben werden müssen, amJahresende herauszusuchen.

Die meisten Zahnärzte führen fürdie Einnahmen aus ihrer Tätigkeit keine Umsatzsteuer ab, weil dieumsatzsteuerpflichtigen Umsätze (brutto) weniger als 17.500 Euroim Jahr betragen und sie damit als umsatzsteuerbefreiter„Kleinunternehmer“ einzustufen sind*. Im Gegenzugdürfen sie auch keine Vorsteuer geltend machen. DiePraxiseinnahmen und -ausgaben werden bei ihnen „brutto“(also gegebenenfalls inklusive Umsatzsteuer) verbucht. In derÜbersicht auf der gegenüberliegenden Seite haben wir diewichtigsten Konten aufgeführt, die in den Aufzeichnungenwährend des Jahres zur Vorbereitung der neuen EÜRgeführt werden sollten.

Auch Zahnärzte mit umsatzsteuerpflichtigenEinnahmen (etwa aus dem Praxislabor), die nicht mehr unter die„Kleinunternehmerregelung“ fallen, können auf dieKontenübersicht auf der gegenüberliegenden Seitezurückgreifen. Sie müssen dann allerdings unterhalb der Zeilemit den umsatzsteuerfreien Honoraren bei den Praxiseinnahmenzusätzlich noch zwei weitere Konten einrichten und ausfüllen:nämlich die Konten „Praxiseinnahmen zumermäßigten Umsatzsteuersatz“ (Netto-Wert) und„Vereinnahmte Umsatzsteuer“. Die Praxisausgaben fürumsatzsteuerfreie Leistungen werden brutto erfasst, die Praxisausgabenfür umsatzsteuerpflichtige Leistungen netto. Für diese istzudem noch das Konto „Abziehbare Vorsteuerbeträge“einzurichten und auszufüllen.

* Ausführliche Informationen zum ThemaUmsatzsteuer bei Zahnärzten finden Sie unter www.iww.de beiEingabe der Abruf-Nr. 031223 rechts oben in der Leiste.

Quelle: Zahnärzte-Wirtschaftsdienst - Ausgabe 12/2003, Seite 11

Quelle: Ausgabe 12 / 2003 | Seite 11 | ID 109172