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Floating Rate Notes

Variable Zinsanlage

Seit gut zwei Jahrzehnten sind „FloatingRate Notes“ bei Fonds, Versicherungen und Pensionskassen eine oftgenutzte Alternative, um überschüssige Liquidität zuparken. Der Grund:  Floating Rate Notes, kurz auch Floatergenannt, sind Papiere, bei denen der Zins in bestimmten Abständenan das aktuelle Zinsniveau angepaßt wird.  Weiterer Vorteil:Floater lassen sich jederzeit zum Marktpreis, der immer irgendwo in derNähe des Nominalwerts liegt, wieder verkaufen. Auch privateAnleger können von Floatern profitieren.

1. Struktur/Konstruktion

Floater sind Anleihen mittlerer oder langerLaufzeiten, deren Coupons regelmäßig an einen Referenzzinszuzüglich eines konstanten Auf- oder Abschlags angepaßtwerden. Referenzzins ist üblicherweise ein Geldmarktsatz imsogenannten Interbankenhandel (Libor oder Fibor). Das sind Sätze,zu denen sich erstklassige Banken am jeweiligen Finanzplatzuntereinander Geld borgen. Die Zinsanpassung erfolgt in bestimmtenAbständen; zumeist alle drei oder sechs Monate. Der Clou:Verändert sich der Geldmarktzins in der Zeit zwischen zweiTerminen, bewegt sich gleichzeitig der Kurs des Floaters. Bei sinkendenZinsen würden Anleger folglich Kursgewinne realisieren, beisteigenden Zinsen Kursverluste einfahren. Doch spätestens beimnächsten Anpassungstermin notieren Floater wieder bei pari (100Prozent). Ein überhasteter Verkauf ist also immer unnötig.

Floater eignen sich zum Parken von augenblicklichnicht benötigten Geldern, aber auch zur Spekulation auf steigende(oder fallende) Zinsen. Interessant ist insbesondere dieregelmäßige Zinsänderung. Denn anders als beimTermingeld paßt sich der Zins ohne sonst lästigeNachverhandlung automatisch an die jeweils gültigen Sätze an.Besonders sinnvoll sind Floater daher in Zeiten niedriger Zinsen (alsogerade jetzt).

3. Kosten und Gewinn

Die Kosten beim Kauf und Verkauf von Floaternbewegen sich im Rahmen der banküblichen Sätze fürAnleihen (0,5 Prozent vom Kurswert), sind aufgrund des besonderenEinsatzzweckes von Floatern aber grundsätzlichverhandlungsfähig. Der Gewinn ermittelt sich aus den Zinseinnahmensowie aus möglichen Kursgewinnen, die nach Ablauf derüblichen Spekulationsfrist von sechs Monaten steuerfrei sind.

4. Mindesteinsatz, Laufzeit, Liquidität, Angebot

Grundsätzlich sind Anleger bereits mit 10.000DM dabei. Doch die meisten Banken verlangen Mindesteinsätze vonzumeist 50.000 DM. Die Laufzeiten liegen üblicherweise zwischenzwei und zehn Jahren. Dies hat natürlich keinerlei Auswirkung aufdie Möglichkeit des vorzeitigen Verkaufs; die Liquidität istim Prinzip jederzeit gegeben. Probleme gibt es allenfalls bei kleinenStückelungen von beispielsweise 10.000 DM, da das Geschäftmit kleinen Beträgen eher unüblich ist.

Vielen Tageszeitungen können Sie dieNotierungen von Floatern entnehmen. Aber auch jede Bank ist in derLage, Preise für Floater zu nennen. Zahlreiche Institute habensogar eigene Floater-Kreationen im Angebot; darunter die Commerzbankund die Bayerische Vereinsbank.

Quelle: Zahnärzte-Wirtschaftsdienst - Ausgabe 03/1998, Seite 17

Quelle: Ausgabe 03 / 1998 | Seite 17 | ID 108421