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Finanzierung

Mißbrauch bei Vermietung einer Zahnarztpraxis an den Ehegatten vermeiden

Soll eine Zahnarztpraxis nicht in gemieteten,sondern in eigenen Räumen betrieben werden, bietet es sich an,daß der Ehepartner die Immobilie erwirbt und sie dann an denZahnarzt-Ehegatten vermietet. Der Vorteil: Werden dieRäumlichkeiten später veräußert oder wird dieZahnarztpraxis aufgegeben, so ist der Veräußerungsgewinn derImmobilie nicht steuerpflichtig (sofern ein Verkauf nach Ablauf derSpekulationsfrist erfolgt). Man spricht bei dieser Gestaltung von einer„Vorschaltung des Ehegatten“. Ein Urteil des Finanzgerichts(FG) Baden-Württemberg zeigt jetzt jedoch, wie Sie es nicht machendürfen. Im zugrundeliegenden Sachverhalt erwarb die Ehefrau einesArztes eine Immobilie, die sie sodann an ihren Ehemann alsPraxisräume vermietete. Die Ehefrau verfügte selbst überkeine größeren finanziellen Mittel. In einem solchen Fallist es zwar zulässig, daß der Zahnarzt demVermieter-Ehegatten vor dem Erwerb derImmobilie die erforderlichen finanziellen Mittel schenkt, damit dieserdas entsprechende Objekt kaufen kann. Im Streitfall lag aber dieBesonderheit darin, daß der Arzt-Ehegatte selbst nicht überdie erforderlichen finanziellen Mittel verfügte, sondern sichdiese von einer Bank als Darlehen auszahlen ließ. Die mittelsDarlehen aufgenommenen Mittel schenkte er anschließend seinerEhefrau, damit diese die Immobilie kaufen konnte. Die Finanzrichtersahen hierin einen Gestaltungsmißbrauch. Angemessen wäre esgewesen, wenn der Arzt-Ehegatte die Anschaffung selbst vorgenommenhätte (FG Baden-Württemberg, Urteil vom 24.6.1998, Az. 12 K7/97; Revision eingelegt unter Az. V R 85/98). (Abruf-Nr. 99506)

Quelle: Zahnärzte-Wirtschaftsdienst - Ausgabe 06/1999, Seite 3

Quelle: Ausgabe 06 / 1999 | Seite 3 | ID 108581