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·Nachricht ·Arzneimittel-Verordnung

Zahnärzte dürfen nur innerhalb ihres Fachbereichs verordnen

| Stellt ein Zahnarzt ein Rezept über verschreibungspflichtige Arzneimittel aus, gilt: Er darf nur innerhalb seines Fachbereichs Dentalheilkunde verordnen. Hormonelle Kontrazeptiva, Dermatika, Schilddrüsenhormone etc. sind also für das zahnärztliche Rezept tabu, selbst wenn der Patient beim Zahnarztbesuch noch so nett darum bittet. Das gilt für GKV- und Privatverordnungen gleichermaßen (auch für nahe Angehörige des Zahnarztes) und ebenso für den Eigenbedarf (den der Zahnarzt nach Vorlage seines Arztausweises in der Apotheke erwerben kann). |

 

Die Zahnheilkunde ist in § 1 Abs. 1 und 3 Zahnheilkundegesetz (ZHG) definiert. Dadurch wird auch die Verschreibungsbefugnis begrenzt. Danach dürfen Zahnärzte nur Dentalpharmazeutika, Analgetika, Antibiotika, Sedativa und Rachentherapeutika verordnen, die der Erkennung oder Heilung von Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten dienen. Alle anderen Arzneimittel liegen außerhalb der Dentalheilkunde und dürfen nicht vom Zahnarzt verschrieben werden.

 

HINTERGRUND | Das Apothekenteam darf verschreibungspflichtige Arzneimittel nur abgeben, wenn eine gültige ärztliche, zahnärztliche oder tierärztliche Verschreibung vorgelegt wird. Apotheker müssen insofern u. a. überprüfen, ob der Verordner entsprechend seiner Approbation verschrieben hat (§ 1 Arzneimittelverschreibungsverordnung, § 17 Apothekenbetriebsordnung). Wird mit dem Rezept der Fachbereich überschritten, darf die Apotheke das Arzneimittel nicht an den Kunden abgeben.

 

Weiterführende Hinweise

  • Beitrag „Eigene Heilmittel-Richtlinie und -Katalog für Zahnärzte ab 01.07.2017“ (ZP 2/2017, Seite 2)
  • Download „Zahnärztliche Heilmittel-Verordnung: Was beim Ausfüllen des neuen Vordrucks zu beachten ist“ (www.iww.de/s1879).
Quelle: ID 45437345