09.03.2026 · Fachbeitrag aus Praxis Steuerstrafrecht · Vermögensarrest
Ein Vermögensarrest setzt (weiterhin) einen Sicherungsgrund voraus und kommt daher nur in Betracht, wenn zu besorgen ist, dass ohne Arrestmaßnahmen die Vollstreckung der Wertersatzeinziehung vereitelt oder wesentlich erschwert würde. Das hat das OLG Hamm klargestellt.
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21.02.2026 · Fachbeitrag aus Familienrecht kompakt · Scheidung
Das OLG Karlsruhe hat einen Härtefall nach § 1565 Abs. 2 BGB auch bei einem sexuellen Übergriff auf die gemeinsame Tochter abgelehnt. Es müssen über den reinen Tatvorwurf hinausgehende Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass es unzumutbar wäre, das formale Eheband für die verbleibenden Monate bis zum Ablauf des Trennungsjahrs beizubehalten.
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02.01.2026 · Fachbeitrag aus Praxis Steuerstrafrecht · Steuerhinterziehung
Ein irisches Insolvenzverfahren ist hinsichtlich deutscher Steuerforderungen, die im Zusammenhang mit einer Steuerhinterziehung stehen, wirkungslos, wenn der Betroffene rechtskräftig verurteilt worden ist. Die einer Restschuldbefreiung vergleichbare Wirkung eines in Irland durchlaufenen Insolvenzverfahrens würde gegen den deutschen Ordre public verstoßen.
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01.06.2026 · Fachbeitrag aus Erbrecht effektiv · Trennung
Will sich ein Paar trennen oder ist dies bereits erfolgt, so soll typischerweise die erbrechtliche Situation geändert werden, wenn zum Beispiel durch Verfügung von Todeswegen der Ehegatte, der eingetragene Partner oder der unverheiratete Lebenspartner bedacht ist. Denn im Falle der Trennung wird auch das gesetzliche Ehegattenerbrecht bzw. das Erbrecht des eingetragenen Lebenspartners in aller Regel „unbeliebt“. Das gilt besonders im Falle gemeinsam erworbener und „gemanagter ...
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01.06.2026 · Fachbeitrag aus Familienrecht kompakt · Reformvorhaben
Am 22.4.26 ist der „Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Versorgungsausgleichsrechts“ vom Kabinett beschlossen worden, sodass sich zeitnah das Parlament damit befassen wird. Das zu erwartende – eher kurze – Gesetz bringt eine Reihe von Neuerungen, die zum Teil den Versorgungsausgleich vereinfachen, teilweise auch Gerechtigkeitslücken schließen sollen.
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01.06.2026 ·
Sonderausgaben aus EE Erbrecht effektiv · Downloads · Schnittstellen und Nebengebiete
Können sich die Mitglieder einer Erbengemeinschaft nicht über die weitere Verwendung von Immobilien einigen, kann jeder Erbe den Verkauf der Immobilie über die Teilungsversteigerung erzwingen. Die Sonderausgabe vermittelt konkrete zielführende Taktiken und zeigt die typischen Fehler bei der Teilungsversteigerung auf, um in allen Phasen der Teilungsversteigerung optimal zu agieren.
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01.06.2026 · Fachbeitrag aus Steuern sparen professionell · Gewerbesteuer
Die „gewerbliche Infektion“ ist eines der größten steuerlichen Risiken für Freiberufler. Im Ernstfall drohen Gewerbesteuerpflicht und Bilanzierungszwang für die gesamte Gesellschaft. Wie präsent das Thema ist, belegt ein aktuelles Urteil des FG Berlin-Brandenburg: Werden „externe Partner“ zu autonom eingesetzt, kann der Status der Freiberuflichkeit entfallen. SSP nimmt das zum Anlass, das Risiko der „Abfärbe- bzw. Infektionsfalle“ anhand typischer Fallgestaltungen aus der ...
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13.04.2026 · Fachbeitrag aus Familienrecht kompakt · Steuerrecht
Kindesunterhalt lässt sich grundsätzlich nicht von der Steuer absetzen. Ausnahme: Mittels eines Zuwendungsnießbrauchs wird auch Unterhalt an (minderjährige) Kinder steuerlich abzugsfähig, eine „BP-sichere“ Gestaltung und das Beste: vollkommen ohne Höchstbeträge! FK klärt auf.
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01.06.2026 · Fachbeitrag aus Erbrecht effektiv · Berliner Testament
Das Berliner Testament ist bekanntermaßen der Deutschen liebstes Kind. Erbschaftsteuerlich ist das Berliner Testament bei größeren Vermögen gelinde gesagt ungünstig. So bleiben bei der klassischen Gestaltung, bei der sich die Eheleute zunächst gegenseitig als Alleinerben einsetzen und am Ende die Kinder als Schlusserben bestimmen, die Freibeträge der Kinder beim Tod des ersten Ehegatten ungenutzt. Hinzu kommt, dass sowohl im ersten als auch im zweiten Erbfall regelmäßig die steuerliche ...
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08.05.2026 · Fachbeitrag aus Zahnarztpraxis professionell · Baurecht
In einem allgemeinen Wohngebiet nach § 4 Baunutzungsverordnung (BauNVO) ist auch ein Wohngebäude zulässig, in dem eine Wohnung als kieferorthopädische Praxis genutzt wird, soweit das Wohngebäude nicht durch eine überwiegende berufliche Nutzung dem Wohnen entfremdet wird und so weit von diesem keine unzumutbaren Belästigungen und Störungen ausgehen (Verwaltungsgericht [VG] Würzburg, Urteil vom 22.05.2025, Az. W 5 K 24.909).
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01.06.2026 · Fachbeitrag aus Praxis Steuerstrafrecht · Steuerberaterhaftung
Bedient sich Steuerpflichtige eines steuerlichen Fachberaters, weil die steuerrechtliche Lage vielschichtig und für einen Laien undurchsichtig ist, besteht die Aufgabe des Beraters nicht nur darin, die seinem Mandanten zustehenden Steuervorteile auszuschöpfen, sondern er muss ihn auch davor bewahren, sich durch Überschreiten des zulässigen Rahmens der steuerstrafrechtlichen Verfolgung auszusetzen. Dazu eine Entscheidung des OLG Hamburg.
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30.04.2026 · Fachbeitrag aus Abrechnung aktuell · Vertragsarztrecht
Die Nachbesetzung einer Stelle als angestellter Vertragsarzt und die Vertretung für diese Vakanz hängen eng zusammen. Allerdings führt die Verlängerung der Frist zur Nachbesetzung einer Angestelltenstelle durch den Zulassungsausschuss nicht automatisch dazu, dass während der verlängerten Frist eine Vertretung des ausgeschiedenen Angestellten zulässig ist. Dies kann zur Folge haben, dass die durch den Vertreter abgerechneten Honorare nicht vergütet werden. Auf die Unzulässigkeit einer ...
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01.06.2026 · Fachbeitrag aus Arbeitsrecht aktiv · Urlaub
Ein ArbN kann seinen Urlaubsanspruch auch durch eine einstweilige Verfügung durchsetzen, wenn die Rechtskraft eines obsiegenden erstinstanzlichen Urteils vor Urlaubsbeginn nicht mehr erreichbar ist und der ArbG die Erfüllung des titulierten Anspruchs verweigert. Die Dringlichkeit ist dabei nicht selbst herbeigeführt, wenn der ArbN zunächst das Hauptsacheverfahren abgewartet und den ArbG zur freiwilligen Erfüllung aufgefordert hat.
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01.06.2026 · Fachbeitrag aus Erbrecht effektiv · Nachlasspflegschaft
Mit Beschluss vom 10.9.25 hat der BGH entschieden, dass ein Nachlasspfleger für die Tätigkeit eines von ihm herangezogenen Mitarbeiters keine Vergütung nach seinem eigenen Stundensatz verlangen kann. Vergütungsfähig sei allein die eigene Tätigkeit des bestellten Pflegers. Ein Ersatz für Mitarbeiterleistungen komme allenfalls im Wege des Aufwendungsersatzes in Betracht. Die Frage, ob ein solcher Aufwendungsersatzanspruch nur bei gesonderter Abrechnung der Kosten des Mitarbeiters oder auch ...
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13.04.2026 · Fachbeitrag aus Aktuelles aus dem Steuer- und Wirtschaftsrecht · § 1 UStG
Eine Geschäftsveräußerung im Ganzen liegt nicht vor, wenn der Unternehmer mehrere Teile eines von ihm betriebenen Solarparks an jeweils einzelne Erwerber veräußert und auch nach der Übertragung dieser Teilanlagen seine wirtschaftliche Tätigkeit fortführt, indem er den dort erzeugten Strom – wie zuvor – als „Anlagenbetreiber“ in das Netz einspeist und hierfür unverändert die nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vorgesehene Vergütung vereinnahmt.
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