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·Fachbeitrag ·Abgeltungsteuer

BMF veröffentlicht Infoschreiben zur Abgeltungsteuer

| Ungewohnt präzise, knapp und einfach erläutert das BMF in seinem Internet-Portal (www.bundesfinanzministerium.de), wer mit der Abgeltungsteuer günstiger fährt und wer eine Anlage KAP einreichen sollte. |

 

In der Rubrik „Informationen für Bürgerinnen und Bürger“ hat das BMF am 7. Oktober 2011 folgende Klarstellungen zur Abgeltungsteuer getroffen:

  • Das Finanzamt prüft auf Antrag (= bei Abgabe einer Anlage KAP), ob ein Sparer mit seinem persönlichen Steuersatz oder mit der Abgeltungsteuer steuerlich besser fährt und setzt automatisch die günstigere Variante an.
  • Die Abgabe einer Anlage KAP ist grundsätzlich nicht notwendig, wenn das zu versteuernde Einkommen mehr als 15.721 Euro/31.442 Euro (Ledige/zusammenveranlagte Ehegatten) beträgt. Denn bei Überschreitung dieses Einkommens liegt der persönliche Grenzsteuersatz über dem 25%-igen Steuersatz der Abgeltungsteuer.
  • Eine Abgabe der Anlage KAP lohnt sich jedoch trotz Überschreitung dieser Einkommensgrenzen, wenn der Sparer bereits vor dem betreffenden Steuerjahr sein 64. Lebensjahr vollendet hat. Dann zieht das Finanzamt von den Zinsen nämlich einen Altersentlastungsbetrag ab.
  • Liegen die zu versteuernden Zinsen nach Abzug des Sparerpauschbetrags nicht über 410 Euro/820 Euro (Ledige/zusammenveranlagte Ehegatten), fallen bei der Besteuerung mit dem persönlichen Steuersatz gar keine Steuern an (sogenannter Härteausgleich). Auch hier lohnt sich, mit der Einkommensteuererklärung die Anlage KAP abzugeben.
Quelle: Ausgabe 11 / 2011 | Seite 6 | ID 29676100