· Fachbeitrag · Honorarmanagement
Warum Strafverteidiger ihre Leistung als Risikosteuerung positionieren sollten
von RA Dr. Dario Arconada Valbuena, LL.M. (Taxation), FA Steuerrecht
Steuerstrafverteidigung erfordert eine individuelle Herangehensweise an der Schnittstelle von Strafprozessrecht, materiellem Steuerrecht und Verfahrensstrategie. Trotz des erheblichen Drucks auf den Mandanten wird sie oft über Stundensätze und abstrakte Tätigkeitsbeschreibungen angeboten. Dies wird der Komplexität nicht gerecht. Hochwertige Verteidigung sollte als strukturierte Risikosteuerung in einer existenziellen Ausnahmesituation dargestellt werden.
1. Die besondere Ausgangslage im Steuerstrafrecht
Mandanten, konfrontiert mit dem Vorwurf der Steuerhinterziehung nach § 370 AO, stehen oft vor komplexen Herausforderungen. Neben strafrechtlichen Konsequenzen drohen erhebliche steuerliche Nachzahlungen, Zinsen, Vermögensarreste, berufsrechtliche Folgen, gesellschaftsrechtliche Konflikte, Reputationsschäden und familiäre Belastungen. Diese Vielschichtigkeit unterscheidet die Steuerstrafverteidigung von anderen Rechtsbereichen. Mandanten benötigen neben rechtlicher Beratung auch Unterstützung, um ihre Situation wieder kontrollieren zu können. Typische Situationen sind:
- Durchsuchung von Wohn- oder Geschäftsräumen,
Möchten Sie diesen Fachbeitrag lesen?
Kostenloses PStR Probeabo
0,00 €*
- Zugriff auf die neuesten Fachbeiträge und das komplette Archiv
- Viele Arbeitshilfen, Checklisten und Sonderausgaben als Download
- Nach dem Test jederzeit zum Monatsende kündbar
* Danach ab 20,10 € / Monat
Tagespass
einmalig 12 €
- 24 Stunden Zugriff auf alle Inhalte
- Endet automatisch; keine Kündigung notwendig