logo logo
Meine Produkte: Bitte melden Sie sich an, um Ihre Produkte zu sehen. Anmelden
Menu Menu
MyIww MyIww
Jetzt testen

· Nachricht · Lohnsteuer

Fitnessstudio: 44-Euro-Grenze gilt auch bei Ein-Jahresvertrag

| Wenn Sie Ihren Mitarbeitern die Nutzung von Fitnessstudios zahlen, ist das für die Mitarbeiter ein geldwerter Vorteil. Dieser fließt dem Arbeitnehmer monatlich zu. Das gilt auch, wenn Arbeitgeber und Studio einen Ein-Jahresvertrag geschlossen haben. Somit kann auch hier die 44-Euro-Sachbezugsregelung genutzt werden (Finanzgericht [FG] Niedersachsen, Urteil vom 13.03.2018, Az. 14 K 204/16, Abruf-Nr. 200749 ). Gegen diese steuerzahlerfreundliche Rechtsauffassung hat die Finanzverwaltung Revision beim Bundesfinanzhof (BFH) eingelegt (Az. VI R 14/18). |

 

Ein Unternehmen hatte mit einem Fitnessstudio einen Jahresvertrag geschlossen und seinen Mitarbeitern ermöglicht, dort zu trainieren. Das Finanzamt war der Ansicht, dass die monatliche 44-Euro-Sachbezugsfreigrenze überschritten sei. Den Arbeitnehmern fließe der geldwerte Vorteil im Zeitpunkt der Überlassung der Teilnahmeberechtigung für den gesamten Zeitraum eines Jahres zu. Das FG Niedersachsen gab dem Unternehmen recht. Den Arbeitnehmern fließe der geldwerte Vorteil nicht mit Aushändigung der Teilnahmebestätigung zu, sondern während der Dauer ihrer Teilnahme fortlaufend monatlich. Das FG bezieht sich dabei auf die Rechtsprechung des BFH zu den Fällen, in denen einem Arbeitnehmer im Hinblick auf ein Arbeitsverhältnis ein Recht zur Nutzung eingeräumt wird. Demnach sei der Zufluss nicht schon in vollem Umfang mit der Begründung dieses Rechts, sondern erst mit der laufenden Nutzung anzunehmen. Es handele sich um die sukzessive Erfüllung eines auf dem Arbeitsverhältnis beruhenden gegenseitigen Nutzungsüberlassungsvertrags.

 

PRAXISTIPP | Legen Sie als Arbeitgeber in vergleichbaren Fällen gegen nachteilige Haftungsbescheide aus Lohnsteuerprüfungen Einspruch ein. Arbeitnehmer, deren Arbeitgeber solche geldwerten Vorteile lohnversteuert haben, sollten in ihrer Einkommensteuererklärung beantragen, dass der Arbeitslohn in Höhe des bisher zu Unrecht besteuerten geldwerten Vorteils reduziert wird.

 
Quelle: ID 45305029