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·Fachbeitrag ·Recht

Kündiger von Fitnessstudioverträgen müssen „gesundheitliche Gründe“ nachvollziehbar belegen können

| Wer einen Fitnesstudiovertrag aus „gesundheitlichen Gründen“ kündigt, muss belegen können, um welche Gründe es sich genau handelt. Ein reines ärztliches Attest, aus dem hervorgeht, dass der Kündiger gesundheitlich nicht in der Lage ist, das Trainingsangebot zu nutzen, reicht dafür nicht aus (Amtsgericht Frankfurt/Main, Urteil vom 25.09.2019, Az. 31 C 2619/19). |

 

Im betreffenden Fall hatte der Betreiber eines Fitnesstudios einen Kunden wegen rückständiger Beiträge i. H. v. 1.500 Euro verklagt. Der Kunde hatte den Vertrag „aus gesundheitlichen Gründen“ fristlos gekündigt. Im Verfahren legte der Kunde nur ein ärztliches Attest vor, das ihm die gesundheitlichen Gründe bescheinigte, allerdings, ohne diese zu konkretisieren. Zu weiteren Details äußerte er sich nicht. Das Gericht gab dem Fitnesstudiobetreiber recht. Gemäß § 314 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) rechtfertigten „gesundheitliche Gründe“ zwar eine fristlose Kündigung „aus wichtigem Grund“, allerdings müsse der Kunde nachprüfbar nachweisen können, welche konkrete Erkrankung ihn am Fitnesstraining hindere. Es sei nicht Aufgabe des Gerichts, selbst diesbezüglich beim behandelnden Arzt nachzuforschen.

Quelle: ID 46301171