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  • ·Fachbeitrag ·Praxisorganisation

    Die Privatpraxis als Lösung für alle Probleme? Chancen, Risiken und Erfolgsvoraussetzungen

    von Dipl.-Volkswirt/Sportwissenschaftler (M. A.) Uwe Schiessel, Uwe Schiessel Consulting, www.USConline.de

    | Eine Praxis, in der nur Privatpatienten und Selbstzahler behandelt werden, ist der Traum vieler Therapeuten. Endlich so behandeln, wie es die medizinischen Notwendigkeiten vorgeben, längere Zeittakte und ein Ende der ganzen Probleme, die mit einer Kassenzulassung verbunden sind, scheinen sehr interessant zu sein. Aber ist das alles so einfach, wie es auf den ersten Blick erscheint? Dieser Beitrag erläutert die Grundlagen einer Privatpraxis, wägt Chancen und Risiken gegeneinander ab und zeigt auf, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um mit einer Privatpraxis erfolgreich zu sein. |

     

    Redaktioneller Hinweis: Dieser Text ist eine erweiterte und neu bearbeitete Fassung des Beitrags aus PP 01/2015, Seite 6 und ersetzt diesen.

    Warum haben fast alle Praxisgründer eine Kassenzulassung?

    Obwohl die Rahmenverträge mit den gesetzlichen Krankenkassen einige Nachteile darstellen, kann es dennoch interessant sein, für die Praxis eine Kassenzulassung zu beantragen. In Deutschland sind ca. 88 Prozent der Menschen gesetzlich versichert. Um diese Patienten als Kunden gewinnen zu können, wird im Normalfall eine Kassenzulassung benötigt, weil nur so die Patienten die Behandlungskosten über die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) erstattet bekommen. Grundsätzlich können sich Kassenpatienten auch mit einem Rezept in einer Privatpraxis behandeln lassen, aber dann werden ihnen die Behandlungskosten nicht von der gesetzlichen Krankenkasse erstattet. Somit ist die Kassenzulassung der Schlüssel dafür, dass das gesamte Potenzial der Patienten mit Erstattungsmöglichkeiten behandelt werden kann.