· Fachbeitrag · Patientensicherheit
Aktives Zuhören beugt Kommunikationsproblemen vor!
von Dr. Doortje Cramer-Scharnagl, Edewecht
Einer aktuellen Übersichtsarbeit zufolge ist schlechte Kommunikation eine der Hauptursachen von Vorfällen, die die Patientensicherheit gefährden [1]. Medizinische Fehler, die im direkten Zusammenhang mit der Behandlung oder Diagnose stehen, wurden gemäß der Studie in 37,3 Prozent der Fälle durch unzureichende Kommunikation verursacht oder begünstigt. Die Studienergebnisse verdeutlichen die Relevanz einer sicheren und klaren Kommunikation zwischen Therapeut und Patient – „aktives Zuhören“ spielt hierbei eine große Rolle!
Vollständigere Information durch gute Kommunikation
Ob bei der Aufnahme von Vorerkrankungen in die Patientenakte, bei der Vergabe eines Termins oder bei einem komplizierten Funktionstest: Fast den ganzen Tag lang sind Sie darauf angewiesen, richtige und vollständige Informationen von Ihren Patienten zu erhalten. Leider klappt deren Austausch in der Hektik des Alltags oft nicht optimal. Bisweilen mag das daran liegen, dass Sie kurz abgelenkt sind. Es kann aber auch sein, dass Ihr Patient den Eindruck hat, Sie wüssten ohnehin schon alles, was er Ihnen zu seinem aktuellen Problem noch sagen könnte. Dann wird er Ihnen wichtige Informationen eventuell gar nicht mehr mitteilen. Solche und ähnliche Kommunikationsfallen lassen sich mit „aktivem Zuhören“ relativ leicht entschärfen.
So funktioniert aktives Zuhören
Die Grundlagen des aktiven Zuhörens sind Wohlwollen und echtes Interesse. Meinungen werden immer respektiert (wenn auch nicht unbedingt als zutreffend bestätigt). Sie verwenden also keine „Tricks“, um Ihre Patienten zu überzeugen oder zu manipulieren. Sie akzeptieren die Patienten einfach so, wie sie sind. Beim aktiven Zuhören werden Gefühle und nonverbale Elemente wie Mimik und Gestik mitberücksichtigt. Im Gespräch wenden Sie die Kommunikationsmethode, die auf den Psychologen und Psychotherapeuten Carl Rogers zurückgeht, folgendermaßen an:
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