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  • ·Fachbeitrag ·Heilmittelnutzung

    GEDA-Umfrage: Höher Gebildete und Privatversicherte nehmen mehr Therapien in Anspruch

    von Alexandra Buba M. A., Wirtschaftsjournalistin, Fuchsmühl

    | Jeder fünfte Deutsche nimmt im Schnitt einmal pro Jahr physiotherapeutische Leistungen in Anspruch. Dabei nutzen Angehörige der oberen Bildungsgruppe und Privatversicherte physiotherapeutische Leistungen häufiger als der Durchschnitt. Das ist das Ergebnis der Studie „Gesundheit in Deutschland aktuell“ (GEDA) des Robert Koch-Instituts (RKI). Datenbasis für die Analyse waren diesmal nicht Abrechnungsdaten der Krankenkassen, sondern eine Befragung der Patienten selbst. |

    Ein Fünftel war beim Physiotherapeuten

    Für die Studie wurden in den Jahren 2014 und 2015 zufällig ausgewählte Personen schriftlich befragt. Die Daten beziehen sich auf die gültigen Antworten von 23.917 Teilnehmern ab 18 Jahren (13.095 Frauen, 10.822 Männer). Eine der Fragen lautete: „Waren Sie in den letzten 12 Monaten bei einem Physiotherapeuten, um sich selbst beraten, untersuchen oder behandeln zu lassen?“. 21,7 Prozent der Befragten antworteten mit „Ja“. Bei Frauen liegt der Anteil mit 25,5 Prozent deutlich höher als bei Männern, von denen nur 17,7 Prozent einen Therapeuten aufgesucht haben.

     

    MERKE | Verglichen mit den Abrechnungsdaten der GKV (PP 02/2018, Seite 3) sind diese Zahlen etwas höher. Das liegt daran, dass in der GEDA-Befragung auch die Angaben Privatversicherter enthalten sind, die generell häufiger Gesundheitsleistungen in Anspruch nehmen. Außerdem fließen auch Befragungsdaten von Patienten ein, die physiotherapeutische Leistungen ohne ärztliche Verordnung nachgefragt und selbst bezahlt oder sie als Teil einer Krankenhausbehandlung bzw. einer medizinischen Reha-Maßnahme erhalten haben. Insofern liefert die GEDA-Befragung ein vollständigeres Bild als die reinen Abrechnungsdaten.