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Studie: High-Impact-Aktivitäten senken offenbar Risiko für Hüft-OPs
Entgegen der gängigen Annahme, dass Gelenke durch Stoß- und Druckbelastungen verschleißen, zeigt eine dänische Registerstudie einen überraschenden Zusammenhang: Menschen mit Coxarthrose, die Sportarten mit hoher Druck- und Stoßbelastung („High-Impact“) ausübten, hatten in den darauffolgenden zwölf Monaten ein statistisch geringeres Risiko, eine Totalendoprothese (TEP) der Hüfte zu erhalten, als inaktive Personen.
Für Physiotherapeuten ist dieser Befund im Praxisalltag relevant: Er verdeutlicht, dass körperliche Aktivität – selbst mit mechanischen Spitzenbelastungen – bei Arthrosepatienten nicht pauschal als schädlich eingestuft werden muss. Dennoch betonen Experten, dass es sich hierbei um beobachtete Zusammenhänge handelt, die keine direkte Kausalität belegen. Das Thema bietet neuen Gesprächsstoff für die individuelle Beratung zur Belastungsdosierung in der konservativen Arthroselagesteuerung.
Quelle
- Liew BXW, Grønne DT, Roos EM, et al.: High-impact physical activity participation and 12-month risk of joint replacement: a longitudinal mediation analysis of 17 661 patients with knee or hip osteoarthritis. British Journal of Sports Medicine Published Online First: 01 July 2026. doi.org/10.1136/bjsports-2026-111824