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  • · Fachbeitrag · CME-Beitrag

    Wirksamkeit der Physiotherapie bei CMD

    Die Rolle der Physiotherapie in der Zahnmedizin wird bei der Behandlung von raniomandibulären Dysfunktionen (CMD) immer noch unterschätzt. Dabei können Wissenschaftler wiederholt bestätigen können, dass die Physiotherapie zu den wirksamsten konservativen Behandlungsmethoden bei Schmerzen im Rahmen einer CMD gehört [1].

    Überweisung an Physiotherapie hilfreich

    Schon früh wurde festgestellt, dass ein interdisziplinäres Behandlungsprotokoll bei CMD-Patienten hilfreich ist, da unterstützende physiotherapeutische Maßnahmen die Kiefergelenksschmerzen dieser Patienten lindern können [2]. Obwohl der interdisziplinäre Ansatz empfohlen wird, scheint es in der Praxis immer noch ein mangelndes Bewusstsein zu den Möglichkeiten der Physiotherapie im Rahmen der zahnärztlichen Behandlung von CMD zu geben, wie eine französische Studie herausfand [3]. Hier war die Schienentherapie bei CMD die häufigste Erstbehandlung (84 %), während 57 Prozent der Patienten auch an die physiotherapeutische Praxis überwiesen wurden. Erst in der Zweitbehandlung steigerte sich diese Überweiserquote auf 75 Prozent.

    Physiotherapeutische Ansätze ähneln Gelenktherapien

    Wissenschaftler bewerteten die Bestimmung der muskuloskelettalen Beteiligung an den (Schmerz-)Symptomen der Patienten als die wichtigste Aufgabe der Physiotherapeuten [1]. Das deckt sich mit den Expertenerfahrungen aus der Praxis, denn hier werden für den physiotherapeutischen Untersuchungsbefund die Palpation der Muskulatur (extra- und intraoral), Funktionsprüfung der Gelenke, Ruheposition der Zunge, Funktionsuntersuchung HWS/WS, Befund Kiefergelenke und Kaumuskulatur durchgeführt bzw. betrachtet, bevor der auf diesen Ergebnissen fußende Befund und die zahnärztliche klinische Funktionsanalyse zur daraus abzuleitenden Diagnose zusammengeführt werden [4].