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  • · Fachbeitrag · Bankgeschäfte

    Banken – neun Tipps für den Angebots-Check

    von Wirtschaftsjournalist Michael Vetter, Dortmund

    | Wenn sie als Physiotherapeut mit der Servicequalität Ihrer Hausbank unzufrieden sind und sich trotz Gesprächen nichts verbessert, ist ein Wechsel der Bank sinnvoll ( PP 01/2017, Seite 20 ). Zuvor sollten Sie allerdings mehrere Anbieter vergleichen und kritisch prüfen. Aber auch dann, wenn Sie mit Ihrer Hausbank zufrieden sind und Sie nur ein einzelnes Angebot prüfen wollen, hilft Ihnen folgende Checkliste. |

     

    Checkliste / So prüfen Sie die Qualität von Banken und Bankangeboten

    • 1. Akzeptieren Sie nur ein Kontoführungsmodell, das auf Ihre Zahlungsbedürfnisse als Freiberufler zugeschnitten ist. Dazu gehört neben einem ausreichenden Überziehungskredit das Angebot einer Kostenpauschale, die im Gegensatz zu Gebühren für jede einzelne Buchung meist preiswerter ist. Auch jede Zusatzgebühr (z. B. für Bank- oder Kreditkarten) sollte vorher ausdrücklich genannt werden.
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    • 2. Der Überziehungskredit sollte hoch genug sein, um kurzfristige Zahlungsverpflichtungen zu begleichen (je nach Praxis etwa zwei bis drei Monatshonorare). Darüber hinaus sollte sich der Zinssatz an Ihrer konkreten und individuellen Bonität und nicht etwa an bankseitig gern herangezogenen „allgemeinen Erfahrungswerten bei Freiberuflern“ orientieren. Akzeptieren Sie auch keine zusätzlichen Kreditkosten (z. B. Bereitstellungsgebühr).
    • 3. Lassen Sie sich nicht von publikumswirksamen Bankangeboten in den Medien blenden. Vor allem „erstklassige“ Darlehensangebote unterliegen oft erheblichen Einschränkungen (z. B. nur für Neukunden, nur bei absolut erstklassiger Kreditwürdigkeit, nur bei umfangreichen Kreditsicherheiten oder nur für eine begrenzte Höhe).
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    • 4. Nehmen Sie nur Anlageformen in die engere Wahl auf, die Sie als Laie problemlos verstehen. Vor allem maximale Verlustrisiken sollten stets klar zu erkennen sein – selbst bei risikoorientierten Geldanlagen.
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    • 5. Achten Sie auf den sogenannten „Drehfaktor“: Je öfter die Bank Ihr Anlagevermögen „dreht“, also Wertpapiere immer wieder kauft und verkauft, desto mehr Gebühren kann sie durch die Transaktionen einstreichen. Machen Sie allzu forschen Anlage- oder Vermögensberatern also klar, dass Sie an solchen Transaktionen nur dann interessiert sind, wenn auch Sie als Anleger durch entsprechende Kursgewinne davon profitieren.
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    • 6. Seien Sie vorsichtig, wenn Ihnen die Bank Produkte anbietet, die keine Bankprodukte sind (z. B. Versicherungen). Häufig ist nämlich z. B. eine Restschuldversicherung für ein Darlehen bei einem separaten Anbieter preiswerter als das gleiche Produkt, das von der Hausbank quasi „im Paket“ zum Darlehen angeboten wird („Cross-Selling“).
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    • 7. Achten Sie darauf, ob Ihnen die Bank auch Produkte und Dienstleistungen anbietet, die sie lediglich vermittelt und die nicht zum eigenen Angebot gehören. Bei Wertpapieren (z. B. Investmentfonds) gehört dies mittlerweile zum Standard der meisten Geldinstitute. Bei der Vermittlung von externen Krediten (z. B. Kreditanstalt für Wiederaufbau, öffentliche Kreditgeber der Bundesländer) ist dies dagegen oft nicht der Fall.
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    • 8. Kaum eine Bank wird Ihnen von sich aus Möglichkeiten zur Kostensenkung empfehlen. Überprüfen Sie deshalb einmal im Jahr, welche Kosten Sie bei Ihren Banken haben und verhandeln Sie darüber (PP 10/2014, Seite 19).
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    • 9. Kontrollieren Sie auch die bei Bankgeschäften üblichen Verträge (z. B. bei Krediten) . Ein vorbehaltloses Akzeptieren vorgefertigter Formularverträge ist daher i. d. R. nicht ratsam. Ergänzende individuelle Vereinbarungen, zu Ihrem Vorteil sind durchaus möglich (z. B. Vereinbarung außerplanmäßiger und kostenloser Tilgungen bei Darlehensverträgen oder der vorbehaltlose Ausschluss von Kreditverkäufen an andere Gläubiger).
     
    Quelle: ID 44527377