Praxiswissen auf den Punkt gebracht.
logo
  • Meine Produkte
    Bitte melden Sie sich an, um Ihre Produkte zu sehen.
Menu Menu
MyIww MyIww
  • 01.02.2004 | Praxisentwicklung

    Konzentration auf Weniges: Stellen Sie das Besondere Ihrer Praxis deutlich heraus

    von Henning Vetter, C.i.C. Charisma Inhouse Coaching, Frankenberg

    Erfolg hat verschiedene Gründe: Wissen, Talent, harte Arbeit, Glück - all das kann dafür ausschlaggebend sein, ob es jemand zu wirklichem Erfolg in seinem Metier bringt. Oft treffen gleich mehrere Faktoren zusammen. Ein besonderer Baustein gehört jedoch fast immer dazu: die Konzentration.

    Konzentration heißt in diesem Zusammenhang: Fixierung auf Weniges. Als Beispiel soll der Sport dienen. Kaum ein Olympiasieger wird gleichzeitig für den 100-Meter-Lauf und für das olympische Box-Turnier trainieren. Er wird sich auf die Sportart konzentrieren, die ihm den größtmöglichen Erfolg verspricht und all seine Energien dafür einsetzen. Ausnahmen wie die modernen Fünfkämpfer oder "die Könige der Athleten", die Zehnkämpfer, bestätigen diese Regel.

    Unternehmen geht es meist genauso. Gerade in den achtziger und neunziger Jahren, als viele Unternehmen über Diversifizierung und strategische Ausweitung nachdachten, zeigte sich in vielen Fällen, dass darunter nicht nur das ehemals erfolgreiche Kerngeschäft litt, sondern ganze Unternehmen ihre Identität und damit ihre Erfolgsgrundlage verloren. Im Zuge der Globalisierung begannen die Unternehmen dann mit Ausgliederung und Konzentration.

    Energie gezielt verteilen

    Auf welche Sportart wird sich der erfolgshungrige Athlet konzentrieren? Auf die, für die er die besten Voraussetzungen mitbringt. Er oder sein Trainer werden seine Stärken ermitteln und diese bestmöglich fördern. Nur wenn er auf seine Stärken setzt, wird der Sportler Außergewöhnliches erreichen können. Kein noch so gutes Training, keine noch so harte Arbeit werden aus dem Marathonläufer einen erstklassigen Sprinter machen. Selbst mit aller Energie wird er nur mittelmäßige Leistungen erbringen können. Für Ihre physiotherapeutische Arbeit gilt das Gleiche. Ermitteln Sie daher als erstes Ihre wirklichen Stärken! Auf welchem Gebiet sind Sie schon jetzt besser als der Durchschnitt? In welchem Bereich können Sie sich weiter entwickeln als der Durchschnitt?

    Der Kittel-brennt-Faktor

    Sollte der Sportler feststellen, dass seine Stärken eindeutig im Billard liegen, wird er es nie zum Olympiasieg bringen. Der Grund liegt auf der Hand: Billard ist nicht olympisch! Auch für Unternehmen ist es entscheidend, ob ihre Stärken den Anforderungen der Umwelt entsprechen. Ausschlaggebend ist natürlich vor allem der Kunde. "Schaffen meine Stärken Kundennutzen", muss also die nächste Frage lauten. Edgar K. Geffroy, Strategieexperte und Buchautor, formulierte einmal die so genannten "Kittel-brennt-Faktoren", das heißt: Was will der Kunde wirklich? Jeder Kunde hat meist nur zwei entscheidende Gründe für die Wahl einer Dienstleistung. Genau in diesem Bereich müssen Sie Ihre Stärken entwickeln. Finden Sie den "Kittel-brennt-Faktor" eines ausreichend großen Teils Ihrer Zielgruppe heraus!

    Innerhalb Ihres medizinischen Fitnessangebots könnten Sie beispielsweise den Fokus auf Gymnastik, auf Cardio/Ausdauer oder auf Muskelaufbau legen. Wichtig ist, das Ihre spezielle Ausrichtung für eine möglichst große Kundengruppe relevant wird. Ein Ansatz dazu kann Ihnen die Altersstruktur Ihrer Patienten geben.

    Positionieren Sie sich gegenüber dem Wettbewerb!