logo logo
Meine Produkte: Bitte melden Sie sich an, um Ihre Produkte zu sehen. Anmelden
Menu Menu
MyIww MyIww
Jetzt testen

04.08.2009 |Praxisausgaben

Wasser sparen und die Umwelt schonen

von Mirko Gründer, Medienbüro Medizin, Hamburg

Ständiges Händewaschen des Personals, Handtücher und Laken, die gewaschen werden müssen, sowie Wannenbäder belasten die Wasserrechnung. Der Verbrauch einer Praxis ist ein ernstzunehmender Kostenfaktor. Wer Wasser spart, spart Geld. Bei stetig steigenden Kosten für Wasser und Abwasser kann es sich dabei schnell um relevante Summen handeln. „Praxisführung professionell“ zeigt Möglichkeiten auf, effektiv Wasser zu sparen. 

Wo wird Wasser verbraucht?

Um Wasser einsparen zu können, sollten Sie zunächst den aktuellen Verbrauch analysieren. An welchen Stellen im Praxisbetrieb wird Wasser verbraucht? Achten Sie dafür nicht nur auf die offensichtlichen Dinge wie Waschbecken, Toilette, Wannenbad und Dusche. Auch Haushaltsgeräte wie Waschmaschine und Geschirrspüler sind große Wasserverbraucher, ganz zu schweigen vom Wässern der Außenanlagen, falls solche zur Praxis gehören. Ein Spezialproblem stellen Bewegungsbäder dar. 

Wie kann Wasser eingespart werden?

Es gibt zahlreiche moderne Lösungen, mit deren Hilfe Wasser eingespart werden kann: 

 

Toiletten

Die Installation von Spülstopptasten an den Toilettenspülkästen ist die einfachste und effektivste Maßnahme überhaupt. Zugleich kann ohne große Mühe das Spülvolumen verringert werden. Die meisten Toiletten sind standardisiert auf zehn Liter Spülvolumen eingestellt. Dies kann ohne Nachteile auf sechs Liter reduziert werden. 

 

Waschbecken

Ebenso günstig wie effektiv ist es, Wasserhähne mit Strahlreglern (Perlatoren) ausstatten zu lassen. Sie mischen dem Wasserstrahl Luft bei und reduzieren damit die austretende Wassermenge, ohne dass beim Händewaschen nennenswerte Nachteile entstehen würden. Kombinieren lässt sich diese Maßnahme mit der Installation von sensorgesteuerten Armaturen, die bei Annäherung nur für kurze Zeit das Wasser laufen lassen. Diese Technik sorgt für deutlich geringeren Wasserverbrauch beim Händewaschen, wodurch Sie den höheren Anschaffungspreis schnell wieder eingespart haben. 

 

Tropfende Wasserhähne

Durch einen tropfenden Wasserhahn fließt pro Stunde bis zu ein Liter Wasser ab. Zwar fallen in der Regel dafür keine direkten Kosten an, da der Durchfluss zu gering ist, um von einer Wasseruhr erfasst zu werden. Der Umwelt zuliebe sollte diese Verschwendung dennoch vermieden werden. 

 

Dusche

Für die Dusche gilt Ähnliches wie für Wasserhähne. Luft zusetzende Duschköpfe und Zeitschalter, die die Dusche nur für eine begrenzte Zeit laufen lassen, reduzieren hier den Wasserverbrauch deutlich. 

 

Waschmaschine und Geschirrspüler

Lassen Sie diese Geräte nur voll befüllt laufen, um eine größtmögliche Effektivität der Wassernutzung zu erreichen. Zudem sollten Sie bereits bei der Anschaffung auf wassersparende Geräte achten. 

 

Wannenbad

Hier gibt es wenig Sparpotenzial, da es gerade auf die Wassermenge ankommt. Der Einsatz von Perlatoren und Zeitschaltern ist hier nicht sinnvoll, da das Bad dadurch langsamer vollläuft. Aus hygienischen Gründen darf das Badewasser zudem nach Gebrauch nicht aufbereitet werden. 

 

Bewegungsbad

Die für Badebecken geltenden Hygienevorschriften setzen dem Sparpotenzial enge Grenzen. Ein wichtiger Tipp sollte allerdings befolgt werden: Decken Sie nachts die Wasseroberfläche ab, um Verdunstungseffekte zu reduzieren. 

 

Wässerung der Außenanlagen

Nach Möglichkeit sollte hierfür so wenig wie möglich Leitungswasser verbraucht werden. Sammeln Sie Regenwasser in passenden Auffangbehältern und nutzen Sie dies so weit wie möglich für die Pflanzen. 

 

Wasser zweifach verwenden

Eher skeptisch ist für den Einsatz in medizinischem Umfeld die Möglichkeit zu betrachten, gebrauchtes Wasser wiederzuverwenden. Höchstens der Einsatz für die Toilettenspülung kommt in Betracht, der Aufwand ist jedoch sehr hoch. Brauchwasser fault und riecht relativ schnell und muss daher durch zusätzliche Anlagen geklärt werden. Die zusätzliche Energie, die ein solcher Prozess verbraucht, dürfte den Aufwand eher nicht rechtfertigen. 

Bonus: Sie sparen auch Abwassergebühr

Wenn Sie Ihren Verbrauch reduzieren, sparen Sie nicht nur Kosten beim Trinkwasser. Sie zahlen außerdem weniger Abwassergebühr, denn eine Senkung des Wasserverbrauchs geht logischerweise mit einer Reduzierung des abfließenden Wassers einher. Ein zweiter, nicht zu verachtender Bonus ist, dass Sie durch bewussten Umgang mit Wasser einen Beitrag zum Umweltschutz leisten. 

Quelle: Ausgabe 08 / 2009 | Seite 19 | ID 128919