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  • ·Fachbeitrag ·Kryptowährungen

    Decentralized Finance

    von Prof. Dr. Falko Tappen, StB, TCS Treuhand Steuerberatungsgesellschaft mbH, Bad Homburg vor der Höhe, und Simon Wehe, wissenschaftlicher Mitarbeiter von Prof. Tappen an der Hochschule Worms

    | Der Beitrag erläutert ausgewählte Aspekte aus dem Bereich der DeFi (decentralized finance). |

    1. Einleitung

    „Decentralized Finance“ bezeichnet die Abbildung von Finanzinstrumenten und -dienstleistungen mittels Smart Contracts auf einer Blockchain, ohne dabei von Intermediären wie Brokern, Börsen oder Banken abhängig zu sein.

     

    Über sog. DeFi-Plattformen können Anleger Kredite aufnehmen und vergeben, mittels derivativer Finanzinstrumente auf Preisbewegungen verschiedener Assets spekulieren, Krypto-Assets handeln, Risiken absichern und über Modelle, die an Sparkonten erinnern, Zinseinnahmen generieren. Häufig werben DeFi-Anbieter mit hohen, in der „klassischen“ Finanzwelt teils unvorstellbar hohen Renditen, wobei die Investitionen einem deutlich höheren Risiko ausgesetzt sind. Zum 14.3.22 weist die Gesamtheit aller DeFi-Token eine Marktkapitalisierung von fast 93 Milliarden US-Dollar auf (https://defimarketcap.io/). Der Unterschied von DeFi im Vergleich zu klassischen Finanzdienstleistungen besteht darin, dass sich der Bereich um sog. DApps (decentralized applications) bildet, welche die klassischen Aufgaben von Finanzdienstleistern mittels automatisch ablaufender Smart Contracts abbilden. Diese werden ‒ wie bei Krypto-Assets üblich ‒ mithilfe der Blockchain-Technologie gespeichert und verifiziert. Um auch Daten aus der „realen Welt“ in DeFi einspeisen zu können, bedienen sich Decentralized Autonomous Organizsations (DAOs) sog. Blockchain Oracles. Blockchain Oracles sind Dritte, die die Smart Contracts mit der echten Welt verbinden und so einen Daten-, bzw. Informationsaustausch ermöglichen.