· Fachbeitrag · Der praktische Fall
„Von der Bilanz zum Großerwerb“ – praktischer Leitfaden zur Unternehmensbewertung, Begünstigungsprüfung & Co.
von StB Matthias Borgmeier und RA Ann-Kristin Gruner
Viele Unternehmer nutzen die Zusammenkunft der Familie zum Jahreswechsel, um über die eigene unternehmerische Nachfolgeplanung nachzudenken. Doch die Praxis zeigt leider, dass eine Unternehmensnachfolge sowohl auf Beraterseite als auch auf Mandantenseite mit vielen Unsicherheiten verbunden ist. Die Regelungen der §§ 13a, 13b ErbStG wirken unverständlich und teils mystisch. Doch gerade jetzt ist vor dem Hintergrund der erwarteten BVerfG-Rechtsprechung zur Verfassungsmäßigkeit des ErbStG ein guter Zeitpunkt, um die Nachfolgeplanung anzugehen. Denn die rechtlichen Gegebenheiten werden sich kaum verbessern. Dieser praktische Fall soll den Weg von der Bilanz zur Unternehmensbewertung über die Begünstigungsprüfung bis hin zur Lösung für einen Großerwerb aufzeigen.
1. Sachverhalt
Peter Michel ist alleiniger Gesellschafter der Michel GmbH. Er plant die Übertragung seiner Unternehmensanteile an seine Tochter Laura. Da er sich durch Gewinnausschüttungen bereits ein umfangreiches Privatvermögen aufgebaut hat, benötigt er keinen Nießbrauch aus den Unternehmensanteilen. Die Übertragung des Unternehmens soll zum 1.1.26 0:00 Uhr erfolgen. Folgende Angaben sind zu dem Unternehmen bekannt (Angaben in EUR):
| ||||
Aktiva | Passiva | |||
BGA | 400.000 | Eigenkapital | 2.697.000 | |
Beteiligung | 25.000 | Steuerrückstellungen | 1.000.000 | |
Wertpapiere Anlagevermögen | 150.000 | Sonstige Rückstellungen | 900.000 | |
Forderungen aus LuL | 8.000.000 | Verbindlichkeiten aus LuL | 4.500.000 | |
Bank | 2.000.000 | Sonst. Verbindlichkeiten | 1.500.000 | |
ARAP | 22.000 | |||
10.597.000 | 10.597.000 | |||
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