logo logo
Meine Produkte: Bitte melden Sie sich an, um Ihre Produkte zu sehen. Anmelden
Menu Menu
MyIww MyIww
Jetzt testen

Nießbrauch

Keine Steuerstundung bei aufschiebend bedingter Nießbrauchsbestellung

Nachrangiger (= aufschiebend bedingter) Nießbrauchsvorbehalt an einem geschenkten Grundstück erlaubt keine Stundung der Schenkungsteuer nach § 25 Abs. 1 ErbStG (BFH Beschluss 20.9.00, II B 109/99, BFH/NV 01, 455). (Abruf-Nr. 011022)

Praxishinweis

Der Vater hatte seinem Sohn mehrere Grundstücke schenkweise übertragen und sich für einen Teil der Grundstücke den uneingeschränkten und unentgeltlichen Nießbrauch auf Lebenszeit vorbehalten. Der Mutter sollte dieses Recht (erst) ab dem Tode des Vaters zustehen. Bei der Berechnung des Stundungsbetrages nach § 25 Abs. 1 ErbStG berücksichtigte das FA nur das dem Vater eingeräumte Nießbrauchsrecht.

Nur soweit das erworbene Vermögen mit Rechten mehrerer Personen „nebeneinander“ belastet ist, ist die Summe der Kapitalwerte dieser Belastungen für die Ermittlung der zu stundenden Steuer zu berücksichtigen. Der nachrangige Nießbrauch bedeutet für den Erwerber hingegen eine aufschiebend bedingte Last und kann vor dem Eintritt der Bedingung nicht zur Stundung der Schenkungsteuer führen (Moench, ErbStG, § 25 Rz. 31). (vk)

Quelle: Erbfolgebesteuerung - Ausgabe 09/2001, Seite 221

Quelle: Ausgabe 09 / 2001 | Seite 221 | ID 102321