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Checkliste

Vermögensverzeichnis: So können Sie die Erbfolgeplanung optimal vorbereiten

von Prof. Eugen J. Vernekohl, Nordkirchen

Ein Mandant, der erbschaftsteuerliche Beratung in Anspruch nimmt, weiß oft gar nicht genau, was er eigentlich besitzt. Doch der Überblick über das Vermögen ist aus zweierlei Gründen entscheidend: Zum einen kann nur so die steuerliche Bemessungsgrundlage zuverlässig ermittelt werden. Zum anderen ist auch nur so eine vernünftige Empfehlung für eine gerechte Verteilung des Ver­mögens und vorbereitende Maßnahmen möglich. Die folgende Checkliste ist dazu gedacht, Ihnen die Arbeit durch die Erstellung eines Vermögensverzeichnisses für den Erbfall oder auch andere Anlässe – wie Berechnung des güterrecht­lichen Zugewinnausgleichs oder Vermögensplanung – zu erleichtern.

Aufbau

Die Checkliste ist aus Sicht des Vermögensinhabers in eine betrieb­liche Sphäre (A.), eine ertragbringende (B.) und eine übrige Privatsphäre (C.) unterteilt. Diese Darstellung kommt einer „natürlichen Sichtweise“ nahe und deckt sich daher nur teilweise mit den steuerlichen Begriffen „Betriebs- und Privatvermögen“ und den entsprechenden Einkunftsarten. Erfaßt werden neben Gesellschaftsbeteiligungen, Grundbesitz, besonderen Rechten, Vorsorgeansprüchen, Wertpapieren, Guthaben, Forderungen und Wertsachen auch Verbindlichkeiten (D.) und Sicherheiten (E.). Für die Grundstückswerte gibt es ein Sonder-Blatt (3/3).

Hinweise zur Benutzung

Bedenken Sie: Auch die beste Checkliste erfaßt nicht jeden Sachverhalt unter allen Gesichtspunkten. Nutzen Sie dieses Hilfsinstrument deshalb kreativ. Häufig können bestimmte Sachverhalte und einzelne Verwendungszwecke eine Modifikation in Aufbau und Gliederung dieses Vermögensverzeichnisses erforderlich machen. Ist zum Beispiel umfangreicher ertragbringender Grundbesitz vorhanden, kann es übersichtlicher sein, diese Vermögensposition quasi in sich geschlossen darzustellen, indem die Verbindlichkeiten und Sicherungsverhältnisse direkt im Anschluß an die Vermögenswerte ausgewiesen werden.

Da das Vermögensverzeichnis außerdem nur eine Momentaufnahme ist, sollte die Liste in regelmäßigen Abständen aktualisiert werden. Weisen Sie Ihren Mandanten ruhig darauf hin, daß er sich für das Ausfüllen und Aktualisieren Zeit nehmen soll, weil dieser Arbeitsaufwand aus den bereits dargelegten Gründen sinnvoll ist.

Zusammenhänge zwischen und innerhalb einzelner Positionen sollten besonders vermerkt werden und durch Unterlagen belegt werden können. Auch andere wichtige Unterlagen ermöglichen es einem befugten Dritten, sich ein Bild von der Begründung,  Entwicklung und dem zum Stichtag maßgeblichen Stand des Rechtsverhältnisses zu machen.

Hinweis: Sie können die Liste im Internet unter der Adresse „http://www.iww.de/service/EEE99_3.html“auch als Excel 7.0-Datei abrufen. Dabei wurde darauf verzichtet, Berechnungsformeln einzurichten, um Ihnen die Anpassung auf den Einzelfall nicht unnötig zu erschweren.

Quelle: Erbfolgebesteuerung - Ausgabe 11/1999, Seite 302

Quelle: Ausgabe 11 / 1999 | Seite 302 | ID 102031