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·Fachbeitrag ·Kapitalanlagen 

Darlehensverlust weiterhin nicht absetzbar

| Steuerpflichtige können den Ausfall eines festverzinslichen privaten Darlehens nicht als Verlust bei den Einkünften aus Kapitalvermögen geltend machen, wenn der Darlehensnehmer das Darlehen nicht zurückzahlen kann (Finanzgericht [FG] Düsseldorf, Urteil vom 11.3.2015, Az. 7 K 3661/14 E, Abruf-Nr. 144627, Az. der Revision beim Bundesfinanzhof [BFH] VIII R 13/15). |

 

Nach der bisherigen Rechtsprechung des BFH zur Rechtslage vor der Einführung der Abgeltungsteuer (ab 2009) steht der Verlust des Darlehenskapitals nicht in einem wirtschaftlichen Zusammenhang mit den Kapitaleinkünften. Aufwendungen, die das Kapital selbst betreffen - zum Beispiel Anschaffungskosten, Tilgungszahlungen oder der Verlust des Kapitals - berühren die Einkunftsart nicht.

 

Dies gilt nach Ansicht des FG Düsseldorf auch für die aktuelle Rechtslage. Der Totalausfall einer Kapitalforderung wegen der Insolvenz des Darlehensnehmers erfüllt keinen der Besteuerungstatbestände. Insbesondere stellt ein Forderungsausfall keine Veräußerung einer Kapitalforderung dar.

Quelle: Ausgabe 08 / 2015 | Seite 2 | ID 43506624