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·Fachbeitrag ·Außergewöhnliche Belastungen

Berücksichtigung der Sanierungskosten bei selbst genutztem Haus

| Aufwendungen für die Sanierung eines selbst genutzten Wohngebäudes können als außergewöhnliche Belastung anzuerkennen sein. Nicht absetzbar sind indes die Kosten für übliche Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen sowie die Beseitigung von Baumängeln (Bundesfinanzhof [BFH], Urteile vom 29.3.2012, Az: VI R 21/11, Abruf-Nr. 121804; Az: VI R 47/10, Abruf-Nr. 121805; Az: VI R 70/10, Abruf-Nr. 121806). |

 

Nach den BFH-Entscheidungen können Aufwendungen zum Beispiel zur Beseitigung folgender Beeinträchtigungen abzugsfähig sein:

  • Konkrete Gesundheitsgefährdungen (etwa durch ein asbestgedecktes Dach)
  • Brand-, Hochwasser- oder ähnlich unausweichliche Schäden (zum Beispiel durch den Befall eines Gebäudes mit echtem Hausschwamm)
  • Unzumutbare Geruchsbelästigungen

 

MERKE | Der BFH betont, dass der Grund für die Sanierung weder beim Erwerb des Grundstücks erkennbar gewesen noch vom Grundstückseigentümer verschuldet worden sein darf. Realisierbare Ersatzansprüche gegen Dritte dürfen nicht bestehen. Werden Gegenstände des existenznotwendigen Bedarfs ausgetauscht, ist der sich aus der Erneuerung ergebende Vorteil anzurechnen. Ihre Aufwendungen werden um die zumutbare Eigenbelastung gekürzt.

Quelle: Ausgabe 10 / 2012 | Seite 2 | ID 35010090