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·Fachbeitrag ·Wettbewerbsrecht

Preisgegenüberstellung: Dann kann der Preis durchgestrichen werden

| Außerhalb der Fachkreise ist Werbung nur für nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel erlaubt. In Newslettern oder auf Werbetafeln wird dabei oft mit Preisgegenüberstellungen gearbeitet. Der alte Preis wird durchgestrichen und der neue, niedrigere Preis fett gedruckt. Oder Zusätze wie „anstelle“ bzw. „jetzt“ heben den neuen Preis hervor. Das ist jedoch nur unter ganz bestimmten Bedingungen zulässig. |

 

Zulässig ist eine „Preisstreichung“, wenn der Kunde den alten, höheren Preis tatsächlich für das Produkt zahlen musste. Wenn also mit einer Preissenkung geworben wird, darf der in Bezug genommene „Altpreis“ kein Fantasie- oder Mondpreis sein. Das heißt, die Ware darf gemäß § 5 Abs. 4 S. 1 Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) nicht nur für eine „unangemessen kurze Zeit“ mit dem Altpreis ausgezeichnet gewesen sein. Eine allgemeinverbindliche Mindestdauer für eine Preisangabe gibt es nicht. Das hängt vom Produkt ab. Bei Ware, die beispielsweise saisonalen Nachfrageschwankungen unterliegt, kann der Preis in kürzeren Intervallen geändert werden, ohne gegen das UWG zu verstoßen. Zulässig ist auch, kurzfristig auf einen Preiswettbewerb der Konkurrenz zu reagieren. Ein Preis, der nur für einen Tag Gültigkeit hatte, ist in jedem Fall unzulässig.

Quelle: Ausgabe 10 / 2016 | Seite 1 | ID 44197927