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  • · Die Apothekenreform 2026 im Praxischeck, Teil 2

    Apothekenreform 2026: Diese neuen Spielräume entstehen durch Impfungen, Blutentnahmen und Strukturreformen

    Bild: KI-generiert/Midjourney

    von Dr. jur. Bettina Mecking, Düsseldorf

    Die Apothekenreform 2026 eröffnet den Betrieben zusätzliche Handlungsspielräume. Durch Anschlussversorgung, pharmazeutische Dienstleistungen (pDL), Impfungen, Blutentnahmen sowie neue Instrumente zur Sicherung der Versorgung ergeben sich Möglichkeiten, die noch vor wenigen Jahren undenkbar waren. Wer frühzeitig analysiert, welche neuen Spielräume sich bieten, Prozesse vorbereitet und die wirtschaftlichen Auswirkungen realistisch bewertet, kann die neuen Rahmenbedingungen aktiv für die Weiterentwicklung des eigenen Betriebs nutzen.

    Impfen: Mehr Möglichkeiten, aber kein Selbstläufer

    Mit der Reform werden die rechtlichen Grundlagen für Schutzimpfungen in Apotheken weiterentwickelt. Demnach dürfen entsprechend qualifizierte Apotheker Schutzimpfungen bei Erwachsenen mit Impfstoffen durchführen, die keine Lebendimpfstoffe sind. Für die Apotheke bedeutet dies grundsätzlich zusätzliche Versorgungsmöglichkeiten, aber auch höhere Anforderungen an Organisation, Fachkompetenz und Verantwortung.

     

    Besonders relevant ist die vorgesehene Delegationsregelung. Künftig soll die Verabreichung des Impfstoffs unter bestimmten Voraussetzungen an entsprechend geschulte PTA, Pharmazieingenieure und Pharmazeuten im Praktikum delegiert werden können. Die Verantwortung verbleibt jedoch beim impfberechtigten Apotheker. Nicht delegierbar sind insbesondere die Anamnese, die Aufklärung, die Impfberatung, die Einholung der Einwilligung, die Entscheidung über die Durchführung sowie die Impfdokumentation. Die Delegation kann entlasten, ersetzt aber nicht die fachliche Gesamtverantwortung.