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·Fachbeitrag ·Versicherungen

Welche Folgen hat der Ausfall des Apothekers und welche Möglichkeiten hat er hier?

von Christiane Bentz, Finanzberaterin, Ihre persönliche Finanzberatung/Apotheken-Service, Grabenstätt, www.ipf-chiemgau.de

| In den einschlägigen Fachzeitschriften wird mit diversen Produkten geworben: Krankentagegeld-, Vertreterkosten-, Ertragsausfall-, Berufsunfähigkeits-, Krankenhaustagegeldversicherungen etc. Grundsätzlich hat jede Form ihre Berechtigung. Anhand der persönlichen Situation sowie der Rücklagen des Apothekers ergibt sich, in welcher Phase Geld fließen soll bzw. muss und für welchen Zweck dieses dann verwendet wird. |

 

Ertragsausfall- oder Betriebsunterbrechungsversicherung

Die im Rahmen der Apothekertätigkeit notwendigen Verträge (Betriebshaftpflicht-/Inventarversicherung) beinhalten üblicherweise die sogenannte Ertragsausfall- oder Betriebsunterbrechungsversicherung. Diese leistet, wenn der Geschäftsbetrieb z. B. durch Brand nicht aufrechterhalten werden kann. Erstattet werden der entgangene Gewinn und der Aufwand für fortlaufende Kosten wie Miete, Personalkosten, Nebenkosten etc.

 

Vertreterkostenversicherung

Steht bei Ausfall des Apothekers - z. B. Unfall, Krankheit, Quarantäne etc. - keine approbierte Kraft zur Verfügung, wird eine Vertretung benötigt. Über die Vertreterkostenversicherung werden nur die Lohnkosten des Vertreters ersetzt. Da es sich um eine Sachversicherung handelt, ist hier die Verwendung nachzuweisen. Auch kann der Vertrag im Schadensfall vom Versicherer gekündigt werden. Nur wenige Anbieter bieten eine dreijährige Anfangslaufzeit mit Kündigungsverzicht. Sowohl bei der Vertreterkosten- als auch bei der Krankentagegeldversicherung gibt es die sogenannte Karenzzeit (Zeit ohne Zahlung). Je länger Sie als Apotheker ohne eine Zahlung aus der Versicherung auskommen, desto günstiger ist die Prämie.

 

Krankentagegeld- und Krankenhaustagegeldversicherung

Die privaten Verpflichtungen des Apothekers - Lebenshaltung, Kredite etc. - deckt die Krankentagegeldversicherung ab. Hier handelt es sich um eine Personenversicherung. Eine Kündigung im Schadensfall ist nicht möglich. Ein Verwendungsnachweis ist nicht erforderlich. Üblicherweise können 70 bis 80 Prozent des Umsatzes abgesichert werden. Üblicherweise geht das Krankentagegeld bei fortdauernder Erkrankung in die Berufsunfähigkeitsrente über.

 

Die Krankentagegeldversicherung wird oft mit der Krankenhaustagegeldversicherung verwechselt. Diese zahlt (den beantragten Tagessatz) jedoch nur bei stationärem Krankenhausaufenthalt. Sie soll die Kosten auffangen, die im Krankenhaus anfallen und nicht von der Krankenversicherung übernommen werden - z. B. TV, Anfahrtskosten der Verwandten etc. Diese Versicherung ist in den meisten Fällen entbehrlich.

Quelle: Ausgabe 10 / 2016 | Seite 20 | ID 44027789