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·Fachbeitrag ·Versicherungen

Private Risikoabsicherung: Pflegeversicherung für Apotheker/innen

von Christiane Bentz, Finanzberaterin, NAV-Wirtschaftsdienst/Apothekenservice, Bernau a. Chiemsee

| Für die geeignete Form der eigenen privaten Vorsorge spielen persönliche Erwartungen, bisher gemachte Erfahrungen, die Familiensituation und andere individuelle Gegebenheiten eine Rolle. Der „Apotheker Berater“ erläutert kurz die Pflegeversicherung für Apotheker/innen. |

 

Finanzielle Absicherung des Pflegefalls

Wird ein Mensch von heute auf morgen zu einem Pflegefall, kann seine Betreuung teuer werden. Eine private Pflegezusatzversicherung hilft, die Lücke zwischen der gesetzlichen Absicherung und den tatsächlich anfallenden Kosten schließen zu können. Ansonsten drohen im Pflegefall sehr große finanzielle Einschnitte, wenn Erspartes und andere finanzielle Mittel nicht reichen:

 

  • Zuerst muss das private Vermögen aufgelöst werden (betroffen sind Sparbücher, Lebensversicherungen, Wertpapiere, Wertgegenstände, Grundstücke etc.).
  • Falls das nicht ausreicht, werden Kinder und Enkel, aber auch Eltern und Geschwister zur Begleichung der Pflegekosten herangezogen.
  • Als letzten Schritt gibt es nur den Weg zum Sozialamt bzw. HARTZ IV.

 

Verschiedene Möglichkeiten der Absicherung

Die private Pflegezusatzversicherung kann als Pflegetagegeld-, als Pflegerenten- oder Pflegekostenversicherung abgeschlossen werden. Das Pflegetagegeld ist - anders als die Rentenversicherung - ein reiner Risikotarif ohne Sparanteil. Vereinbart wird ein festes Pflegetagegeld, das beim Nachweis der Pflegebedürftigkeit ausgezahlt wird (zum Beispiel 40 Euro/Tag = 1.200 Euro/Monat).

 

Die meisten Anbieter einer Pflegetagegeldversicherung richten sich dabei nach den gesetzlichen Pflegestufen. So bekommt jemand, dem nach Prüfung durch den ambulanten Dienst die Pflegestufe I anerkannt wird, auch das vereinbarte Pflegetagegeld aus seiner privaten Pflegetagegeldversicherung.

 

Während bei einer Pflegetagegeld- oder einer Pflegerentenversicherung der Pflegebedürftige im Pflegefall die vereinbarte Summe zur freien Verfügung bekommt, werden im Rahmen der Pflegekostenversicherung in erster Linie nachgewiesene Pflegekosten bezahlt; der Versicherte kann das Geld nicht frei verwenden. Die Pflegetagegeldversicherung lässt also dem Versicherten mehr Entscheidungsfreiheit. Das ist insofern wichtig, weil kaum jemand heute schon eine präzise Vorstellung davon hat, wie, wo und von wem er in 20 oder 30 Jahren gepflegt werden möchte.

 

Hinweis: Um zumindest einen Inflationsausgleich einzubauen, ist es wichtig, dass die Versicherung eine sogenannte Dynamik zulässt.

Quelle: Ausgabe 02 / 2012 | Seite 20 | ID 29324270