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01.12.2006 | Betriebsprüfung

Neue Merkmale für Betriebsgrößenklassen

Das Finanzamt teilt Apotheken wie alle anderen Unternehmen in so genannte Größenklassen ein, nach denen unter anderem die Häufigkeit einer Betriebsprüfung bestimmt wird.  

Neue Umsatz- und Gewinngrenzen ab Januar 2007

Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat die neuen Größenklassen ab 1. Januar 2007 bis 31. Dezember 2009 wie folgt festgelegt: 

 

Aktuelle Betriebsgrößenklassen 2007-2009

Betriebsmerkmal 

Umsatz 

in Euro 

steuerlicher Gewinn 

in Euro 

Großbetrieb 

> 6.500.000 

> 250.000 

Mittelbetrieb 

> 800.000 

> 50.000 

Kleinbetrieb 

> 155.000 

> 32.000 

 

Der EDV-unterstützten Zuordnung zu einer Größenklasse wird das Ergebnis der Einkommensteuer-Veranlagung 2004 zugrunde gelegt. Hierfür reicht aus, dass eine der beiden Grenzen (Umsatz oder Gewinn) überschritten ist. Eigenständige Filialen des Apothekers werden als getrennte Betriebe gerechnet. Die so festgelegte Betriebsgrößenklasse bleibt für alle Betriebsprüfungen in den nächsten drei Jahren bestehen, auch wenn aufgrund geänderter Einnahmen oder Gewinn eigentlich eine andere Größenklasse festgesetzt werden müsste. 

Regelmäßige und außerordentliche Prüfungsabstände

Die Größenklasse Ihrer Apotheke entscheidet, wie oft Sie mit einer Betriebsprüfung rechnen müssen. Nach dem BMF beträgt der Prüfungsabstand bei Großbetrieben etwa 4 bis 5 Jahre und bei Mittelbetrieben 13 Jahre. Allerdings ist das Finanzamt nicht an diesen Turnus gebunden, wenn bei Ihnen besondere Gründe für eine Betriebsprüfung vorliegen. Mögliche außerordentliche „Prüfungsauslöser“ bei Apotheken sind zum Beispiel:  

 

  • Erhebliche Steuernachzahlungen bei der letzten Betriebsprüfung oder größere Restzahlungen nach der Umsatzsteuererklärung
  • Schwankende Gewinne in den letzten drei Jahren bei etwa gleich hohen Umsätzen
  • Steuerlicher Reingewinn von weniger als 6 Prozent des Umsatzes
  • Nach dem Fahrtenbuch ein betrieblicher Anteil an Kfz-Kosten von mehr als 70 Prozent
  • Unstimmigkeiten bei Freistellungsaufträgen für Kapitalerträge
  • Ständige Verluste infolge der verbilligten Vermietung einer Immobilie an die Kinder
Quelle: Ausgabe 12 / 2006 | Seite 12 | ID 85184