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    Innere Kündigung: Ursachen und Folgen für die Apotheke

    von Katja Löffler, M.Sc. Wirtschaftspsychologie, Dipl.-Kffr. (FH), PTA, Grasbrunn

    | Mit innerer Kündigung ist das Arbeitsverhalten von Angestellten gemeint, bei dem die Leistung auf ein notwendiges Mindestmaß reduziert wird. Verbunden ist dies meist mit steigenden Fehlzeiten, sinkender Eigeninitiative und einer hohen Passivität der betreffenden Personen. Langfristig führt eine innere Kündigung oft zu einer tatsächlichen Kündigung. In der Zwischenzeit entsteht für das Unternehmen ein immenser wirtschaftlicher Schaden, dessen Ausmaß viele Führungskräfte unterschätzen. Auch in Apotheken lauert diese Gefahr. |

    Wie innere Kündigung entsteht

    Nur noch 15 Prozent der Beschäftigten fühlen sich in Deutschland laut „Gallup Engagement Index“ von 2019 an ihr Unternehmen gebunden. Rund 70 Prozent machen Dienst nach Vorschrift. Die übrigen 15 Prozent haben innerlich gekündigt. Auch in Apotheken ist dieser deutschlandweite Trend zu beobachten. Eine Umfrage aus dem Jahr 2020 unter Apothekenangestellten zeigt, dass 20 Prozent der Mitarbeiter aktiv über eine Kündigung nachdenken.

     

    Eine innere Kündigung ist ein schleichender Prozess, der den Apothekenangestellten anfangs selbst nicht bewusst ist. Doch im Laufe der Zeit nimmt der Wunsch nach Veränderung immer konkretere Formen an. Das kann Wochen, Monate oder auch Jahre dauern. Oftmals sind dann Krisensituationen ‒ wie aktuell z. B. die Coronakrise ‒ dafür ausschlaggebend, dass Mitarbeiter eine endgültige Entscheidung treffen und sich aktiv nach Alternativen umsehen.