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  • · Fachbeitrag · Betriebswirtschaftliche Apothekensteuerung

    Wichtige Kennzahlen für Apotheken: Die Beurteilung des Personals

    von Prof. Dr. Hendrik Schröder, Universität Duisburg-Essen

    Personalmangel und hohe Arbeitsbelastung sind gute Gründe für eine Apotheke, sich mit der Beurteilung des Personals zu befassen. Einerseits lassen sich so die Stärken des Apothekenteams erkennen. Andererseits können beispielsweise Probleme bei der Wertschätzung der eigenen Arbeit, schwelende Konflikte oder Schwächen in Prozessen aufgedeckt werden.

    Keine leichte Führungsaufgabe

    Um sich ein Bild zu machen, bieten sich Einzelgespräche oder Teamsitzungen an. Gespräche liefern jedoch nur bedingt Aufschlüsse über die tatsächlichen Verhältnisse, wenn sich die Mitarbeiter in Gegenwart anderer nicht trauen, Probleme offen anzusprechen und Urteile über Kollegen sowie Vorgesetzte zu äußern. Eine weitere Möglichkeit sind schriftliche Befragungen des Personals unter Wahrung der Anonymität. Der Vorteil ist, dass die Antworten offener ausfallen als in Gesprächen. Der Nachteil ist, dass man vorab die als relevant erachteten Themen kennen muss und nicht unmittelbar nachfragen kann. Zudem kann die Anonymität nicht gewährleistet werden, wenn erkennbar ist, auf wen sich Antworten beziehen oder aus welcher Quelle sie stammen. Die Gemengelage kann also durchaus schwierig sein. Sich mit Beurteilungen des Personals zu befassen, ist eine Führungsaufgabe in der Apotheke.

    Beurteilung der Fremdwahrnehmung

    Es gibt zahlreiche Themen, zu denen das Personal befragt werden kann. Dabei ist zu unterscheiden, ob Mitarbeiter Vorgesetzte, Vorgesetzte Mitarbeiter oder Mitarbeiter sich untereinander beurteilen. Dadurch erhält man Aussagen über die Fremdwahrnehmung. Sinnvoll ist es zudem, Aussagen über das eigene Verhalten zu geben, um die Selbstwahrnehmung zu erhalten. Betrachten wir zunächst eine Apotheke ohne Filialen mit einem Inhaber, einem oder zwei weiteren approbierten Apothekern mit Leitungsfunktion sowie mehreren PTA und PKA, die hier als Mitarbeiter bezeichnet werden.