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·Nachricht ·Beratung in der Apotheke

Fast jedes dritte Arzneimittel ist allein wegen seiner Darreichungsform beratungsintensiv

| Fast jedes dritte Arzneimittel, das Apotheken abgeben, ist allein wegen seiner Darreichungsform beratungsintensiv – unabhängig vom Wirkstoff. Im Jahr 2018 gaben Apotheken etwa 190 Mio. Packungen dieser Arzneimittel zulasten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ab. Das sind 29 Prozent aller GKV-Fertigarzneimittel. Das Deutsche Arzneiprüfungsinstitut e. V. (DAPI) wertete Rezeptdaten von GKV-Versicherten aus, erfasste aber nicht die Abgabe von Medikamenten ohne Rezept und an Privatversicherte. |

 

Der größte Anteil der beratungsintensiven Darreichungsformen entfiel auf feste Arzneimittel wie z. B. Retardtabletten, die nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt oder Apotheker geteilt werden sollen (88 Mio. Packungen). Auf Platz zwei und drei folgten Medikamente zur Inhalation (23 Mio. Packungen) und Injektion (22 Mio. Packungen). Weitere beratungsintensive Darreichungsformen waren Arzneimittel zur Anwendung am Auge, in der Nase oder im After. Apotheker erklären ihren Patienten auch die korrekte Anwendung von festen Darreichungsformen, die nicht einfach geschluckt werden dürfen. Ein Beispiel für diese Arzneiformen sind Sublingualtabletten, die langsam unter der Zunge zergehen sollen. Werden Arzneimittel falsch angewendet, bemerken Patienten dies selbst meist nicht. Fehlanwendungen können aber die Wirksamkeit eines Präparats verändern oder zu unerwünschten Wirkungen führen.

 

Weiterführender Hinweis

Quelle: ID 46057692