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·Nachricht ·Arzneimittelversorgung

Mehr Meldungen zu Arzneimittelrisiken als jemals zuvor

| Apotheken meldeten 2019 an die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) mehr Qualitätsmängel und Nebenwirkungen von Arzneimitteln als jemals zuvor. Die AMK erhielt 10.782 Spontanberichte aus 5.274 verschiedenen Apotheken. |

 

Es gingen rund 7.700 Verdachtsmeldungen zu Qualitätsmängeln bei Arzneimitteln ein. Diese bezogen sich auf Verpackungsfehler, galenische Mängel oder mechanische Defekte wie etwa nicht funktionierende Insulinpens. Knapp 3.000 Meldungen gingen zu Nebenwirkungen bzw. unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) ein, wovon rund 1.100 aufgrund ihrer Klassifikation der Art oder Schwere eine dringende Eilbedürftigkeit aufwiesen. Damit machten die Meldungen zu UAW rund 29 Prozent aller Berichte aus. 7 Prozent der UAW-Meldungen ergingen im Zusammenhang mit einer Arzneimittelsubstitution, also dem Austausch des verordneten Arzneimittels z. B. durch ein Rabattarzneimittel der entsprechenden Krankenkasse.

 

Die AMK begutachtete zudem etwa 1.600 eingesandte Muster. Bei etwa einem Fünftel der Muster veranlasste die AMK zusätzlich eine Untersuchung im Zentrallaboratorium Deutscher Apotheker e. V. (ZL).

 

MERKE | Die AMK nimmt nicht nur Meldungen aus Apotheken entgegen, sondern informiert diese zudem über Arzneimittelrisiken und Maßnahmen zu deren Abwehr. Im Jahr 2019 veröffentlichte sie insgesamt 329 Nachrichten, davon allein 40 Rote-Hand- und Informationsbriefe sowie 26 Stellungnahmen.

 

Weiterführender Hinweis

Quelle: ID 46349221