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  • ·Fachbeitrag ·Apothekenentwicklung

    9. Externer Betriebsvergleich 2014/15: Hochpreiser beeinflussen weiterhin Umsatz und Rohertrag

    von Dipl.-Finanzwirt (FH) Christian Freischlader, Steuerberater, Dr. Schmidt und Partner, Koblenz/Dresden/München/Oberhausen

    | Auf der Ergebnisseite hat sich im Vergleich zum Vorjahr relativ wenig verändert. Der Weg zum Ziel war aber ein anderer: Umsatz und Rohertrag sind durchweg gestiegen - die Kosten auch. Sowohl bei den Apotheken in den alten als auch in den neuen Bundesländern zeigt sich erneut ein Umsatzplus. Bei näherer Betrachtung sieht man, dass dieses Plus nicht wie im Vorjahr überwiegend mit GKV-Umsätzen erzielt wurde, sondern dass die Tageskassenumsätze erfreulicherweise gute Wachstumsraten erfahren haben. Die erheblichen Kostensteigerungen im Bereich der GKV blieben 2015 erhalten. |

    Datenaufbereitung und -hintergrund

    In Anknüpfung an die Einführung erweiterter Kennzahlen im Vorjahr zeigt der Jahresvergleich 2014/2015 die betriebswirtschaftlichen Kennzahlen zum einen ausgehend vom Umsatz und zum anderen in Abhängigkeit vom Rohertrag. Um Ihnen ein Gespür für die Werte zu vermitteln und den Vergleich zum Vorjahr zu erleichtern, weisen die Ergebnis-Tabellen sowohl die konventionellen am Umsatz bemessenen Werte als auch die neuen rohertragsbezogenen Zahlen aus. Auf eine gesonderte Darstellung der sogenannten Umsätze mit geringem oder ohne Aufschlag wurde in diesem Betriebsvergleich verzichtet, um den Rohertrag realistisch und nicht „schöngerechnet“ darzustellen. Übliche Sonderumsätze (Hochpreiser) mit geringem Rohertrag zählen ebenso zu den apothekenüblichen Umsätzen wie Abverkäufe von „normalpreisigen“ Medikamenten.

     

    Das zum 1. August 2013 eingeführte Apothekennotdienstsicherstellungsgesetz (ANSG) wirkte sich 2014 zum ersten Mal über den Zeitraum eines kompletten Jahres aus. Der Sondereffekt daraus ist in das neutrale Ergebnis eingeflossen. Über alle West-Apotheken hinweg wurden 2015 Auszahlungen von durchschnittlich 6.003 Euro (Vorjahr: 5.837 Euro) bei Einzahlungen von 5.852 Euro (Vorjahr 5.400 Euro) erzielt. Bei den Ost-Apotheken sanken die Auszahlungen leicht um 224 Euro auf 6.769 Euro bei um 179 Euro gestiegenen Einzahlungen von 5.372 Euro je Durchschnittsapotheke.