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  • · Fachbeitrag · Apothekenentwicklung

    5. Externer Betriebsvergleich 2010/11: Wareneinsatz und Personalkosten drücken die Ergebnisse

    von Dipl.-Betriebswirt (FH) Oliver Vorberg, Gesundheitsökonom, Dr. Schmidt und Partner, Koblenz/Dresden/Oberhausen/München

    | Der vorliegende Betriebsvergleich schlüsselt die Ergebnisentwicklung der Apotheken in den Jahren 2010/2011 im Detail auf. Nachdem die letzten Jahre einen deutlichen Abwärtstrend der Betriebsergebnisse mit sich brachten, konnte dieser 2010 durch die Rückzahlung der zuvor zu viel gezahlten Kassenabschläge etwas gedämpft werden. Da diese Notbremse 2011 nicht mehr im gleichen Maße für Linderung sorgte, führen die Ergebnisse nun unverfälscht den vorherigen Trend fort. Der Wegfall der Rückzahlungen ist an der starken Veränderung im Bereich der neutralen Erträge abzulesen. |

    Datenhintergrund

    Bei der Auswertung werden Ost- und West-Apotheken unterschieden, da noch immer starke Unterschiede bezüglich der Personal- und Raumkosten zwischen den alten und den neuen Bundesländern bestehen. Innerhalb dieser beiden Pools findet keine weitere Untergliederung statt.

     

    Ausgehend von den Mittelwerten kann bei Apotheken im ländlichen Bereich unterstellt werden, dass die Personalkosten ca. ein Prozent und die Raumkosten zwei Prozent unter den Mittelwerten liegen. Für Apotheken in Center- oder Innenstadtlage müssen demgegenüber die gleichen Werte auf die Personal- und Raumkosten addiert werden. Im Betriebsergebnis finden sich diese beiden Abweichungen jedoch nur in abgeschwächter Form wieder, da die Landapotheke zwar geringere Kosten aufweist, allerdings aufgrund des niedrigeren OTC-Anteils einen höheren Wareneinsatz verbucht. Umgekehrt profitieren Center- und Innenstadt-Apotheken von ihrem hohen OTC-Anteil, kämpfen aber mit hohen Mietkosten und dem hohen Personalaufwand, der von langen Öffnungszeiten und hoher Kundenfrequenz herrührt.