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  • · Fachbeitrag · Fallbericht

    Parodontitis: Antibiotikaverordnung nach dem Göteborger Konzept

    | Heute verfügbare klinische und mikrobiologische Parameter eignen sich nicht zur prätherapeutischen Identifikation von Patienten, die maßgeblich von adjuvanten Antibiotika profitieren. Aus diesem Grund verschiebt das Konzept Göteborg die Entscheidung über adjuvante systemische Antibiotika auf den Zeitpunkt der Evaluation nach der mechanischen Parodontitistherapie. |

     

    Dieses Vorgehen beschränkt die Antibiotikaverordnung ausschließlich auf Patienten, die nicht ausreichend auf die rein mechanische Therapie ansprechen. Bei initial ausbleibendem Heilungserfolg kann die nicht chirurgische Therapieergänzung unter spezifischer antibiotischer Begleitung vorgenommen werden ‒ hohe Patientencompliance und vollständige Wurzelreinigung vorausgesetzt.

     

    Ein Fallbericht beschreibt die antiinfektiöse Parodontitistherapie nach dem Konzept Göteborg. Eine 43-jährige Patientin erhielt die Diagnose generalisierte moderate chronische Parodontitis. Die mittlere Sondierungstiefe betrug 4,7 mm. Der Attachmentverlust lag zwischen 3 und 5 mm. Acht Zähne wiesen parodontale Sondierungswerte ≥ 7 mm auf. Entsprechend dem Behandlungskonzept in Göteborg wurde primär auf mikrobiologische Diagnostik sowie den Einsatz adjuvanter Antibiotika verzichtet. Die Therapiemaßnahmen umfassten die nicht chirurgische Depuration der Wurzeloberflächen sowie eine Optimierung der häuslichen Mundhygiene.