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  • ·Begleitmedikation

    Adjunktive Antibiotikagabe bei Kindern mit odontogenen Abszessen nicht empfehlenswert

    Bild:©megaflopp - stock.adobe.com

    | Laut der European Academy of Paediatric Dentistry (EAPD) sind Antibiotika bei gesunden Kindern mit gut lokalisierten odontogenen Abszessen nicht indiziert. [1] Da die Studien, auf denen diese Leitlinie basiert, nicht qualitätsgeprüft waren und keine eindeutigen Ein- und Ausschlusskriterien aufwiesen, untersuchten belgische Forscher die Studienlage systematisch. |

    Keine Empfehlung für Antibiotika wegen mangelnder Evidenz

    Die Forscher konnten für ihr Review keine einzige randomisierte oder nicht randomisierte Studie finden, die den adjunktiven systemischen Einsatz von Antibiotika bei Kindern mit einem odontogenen Abszess im Milchgebiss ohne Anzeichen einer lokalen Ausbreitung oder systemischen Beteiligung bewertet hätte. Angesichts der mangelnden wissenschaftlichen Evidenz kann der Einsatz von Antibiotika hier nicht empfohlen werden. [2]

    Studien mit Erwachsenen liefern grundsätzliche Ansätze

    Die Studienlage bei erwachsenen Probanden ist aussagekräftiger, daher lassen sich hier indirekt Aussagen zum Thema ableiten. Laut Fouad et al. konnte kein Nutzen aus der begleitenden Antibiotikagabe zur endodontischen Behandlung von Pulpanekrosen mit periapikalen Schmerzen und/oder lokalisierten Schwellungen gezogen werden.