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·Fachbeitrag ·KFO-Recycling

Einmal-Brackets: Wiederaufbereitung birgt hohe Risiken

| Kieferorthopädische Brackets werden von den Herstellern zum Einmalgebrauch deklariert. Doch zunehmend gibt es Anbieter, die Brackets „recyceln“ ‒ mit riskanten Folgen: Korrosionsbeständigkeit und Maßhaltigkeit verschlechtern sich durch ein Recycling signifikant. Ein wirtschaftlicher Vorteil durch das Recycling kann die Risiken nicht rechtfertigen, warnen Kieferorthopäden der Universität Bonn. Die Zweckbestimmung „nur für den einmaligen Gebrauch bestimmt“ sollte daher ernst genommen werden, empfehlen Reimann et al. |

 

Ziel ihrer Studie war, die Einflüsse verschiedener Wiederaufbereitungs-Methoden auf materialtechnische Parameter von Brackets zu untersuchen. Neue Metallbrackets (Dentaurum equilibrium) wurden mit solchen gleichen Produkttyps verglichen, die nach klinischem Einsatz mit verschiedenen Methoden „recycelt“ wurden. Folgende Methoden kamen zum Einsatz: 1. Abflämmen des Adhäsivs im Bunsenbrenner, 2. Reinigung im Säurebad, 3. ´Recycling´ mit dem Gerät „Big Jane“ (kombiniertes Abflämmen im Ofen und Säurebad) sowie 4. „Recycling“ durch eine Firma.

 

Die Dimensionsänderungen von im Säurebad und durch die Firma ‚recycelter’ Brackets waren signifikant. Je nach eingesetzter Methode wiesen die aufbereiteten Brackets unterschiedlich starken Korrosionsbefall auf. Die Härte der firmenrecycelten Brackets war signifikant niedriger im Unterschied zu den anderen Aufbereitungsarten.

 

Quelle

  • S Reimann et al.: Materialtechnische Untersuchungen kieferorthopädischer Brackets nach Wiederaufbereitung. 84. Jahrestagung der DGKFO, Dresden, 21.-25. September 2011
Quelle: Ausgabe 12 / 2011 | Seite 13 | ID 30565310