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  • · Fachbeitrag · ZR-Fachgespräch (Teil 1)

    „Für Pflegebedürftige gibt es verschiedene parodontale Behandlungsstrecken!“

    Bei älteren Senioren und Pflegebedürftigen liegen häufig eine defizitäre Mundhygiene und parodontale Erkrankungen vor. Damit steigt auch das Risiko für Wurzelkaries. In diesem Kontext sprachen wir mit Prof. Dr. Dr. Greta Barbe, u. a. auf Alterszahnmedizin spezialisiert, mit welchen Maßnahmen Praxen diese Patientengruppe und ihre Angehörigen bzw. das Pflegepersonal unterstützen können und welche Therapien sinnvoll sind, um den steigenden Herausforderungen gerecht werden zu können.

     

    REDAKTION: Frau Prof. Barbe, die Mundhygiene ist bei Älteren und insbesondere bei Personen mit beginnendem oder bestehendem Pflegebedarf häufig eingeschränkt. Wann und mit welchen Maßnahmen sollten Zahnärzte diese Patienten frühzeitig, empathisch und vorausschauend begleiten – idealerweise bereits vor Eintritt einer Pflegebedürftigkeit –, um präventiv möglichst gut aufgestellt zu sein?

     

    BARBE: In der Praxis kommt es ja nur selten zu einer abrupten Verschlechterung der Mundhygienefähigkeit – ausgenommen akute Ereignisse wie etwa ein Schlaganfall. Meist handelt es sich um einen schleichenden Prozess, bedingt durch nachlassende Feinmotorik, kognitive Veränderungen, Multimorbidität und/oder Polypharmazie, natürlich auch oft gekoppelt an häufig größere Intervalle zwischen den Besuchen beim Zahnarzt. Aber gerade bei Patientinnen und Patienten mit regelmäßigen bedarfsorientierten Präventionsterminen lassen sich solche Entwicklungen frühzeitig erkennen. Diese Phase kann gezielt genutzt werden. Sobald erste Einschränkungen auffallen oder die Mundhygienequalität trotz Anleitung nachlässt, ist eine Anpassung erforderlich – idealerweise noch vor Eintritt einer Pflegebedürftigkeit.