· Fachbeitrag · CME-Beitrag
Mundhygiene als Demenzprophylaxe?
Gibt es einen Zusammenhang zwischen Zahnverlust und einem erhöhten Risiko für kognitive Beeinträchtigungen und Demenz? Dieser Frage gingen verschiedene Studien nach, denn das wäre ein weiteres Argument für das Streben nach und die Bedeutung der Erhaltung gesunder Zähne.
Risikofaktoren für Demenz
Demenz hat viele Formen, die häufigsten davon sind Alzheimer-Krankheit und vaskuläre Demenz. Das Alter ist der größte geläufige Risikofaktor für Demenz. Daneben zählen z. B. auch genetische Veranlagung, sozioökonomischer Status und Bildungsniveau zu den Risikofaktoren. Je mehr über die Risikofaktoren bekannt ist, desto besser lässt sich eingreifen. Da es einen Zusammenhang von Zahnverlust zu systemischen Erkrankungen gibt, macht es auch Sinn, den Effekt von Zahnverlust auf die Gesundheit hinsichtlich kognitiver Beeinträchtigungen zu untersuchen [1,2].
Zahnverlust bedeutet höheres Demenzrisiko
So konnten finnische Forscher in ihrer Studie [3] beobachten, dass Zahnverlust (<20: erste Gruppe zahnlos, zweite Gruppe 1-9 Zähne, dritte Gruppe 10-19 Zähne) mit einer signifikant niedrigeren allgemeinen kognitiven Ausgangsleistung, einem kognitiven Abbau über 11 Jahre und einer höheren Demenzinzidenz über 15 Jahre verbunden war im Vergleich zu den Teilnehmenden mit ≥ 20 verbleibenden Zähnen. Allerdings war der Zusammenhang zu einem erhöhten Demenzrisiko nach Berücksichtigung von Zahnprothesen in Gruppe 1 und 2 nicht mehr statistisch signifikant, sondern nur noch für Teilnehmer in Gruppe drei mit 10-19 Zähnen.
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