· Fachbeitrag · CME-Beitrag
FRC-RBFDP als kurz- bis mittelfristige Versorgung eingestuft
Faserverstärkte Komposit-Adhäsivbrücken (FRC-RBFDPs) weisen eine gute kurz- bis mittelfristige Prognose auf und die meisten Komplikationen lassen sich zunächst durch Reparatur beheben. In der Langzeitbeobachtung fallen sie im Vergleich zu vollkeramischen Alternativen deutlich ab.
Unterschiedliche Erfolgsangaben
Adhäsiv befestigter festsitzender Zahnersatz (RBFDP) zum Lückenschluss ist minimalinvasiv und kostengünstig. FRC-RBFDPs haben gegenüber RBFDPs aus Metallkeramik u. a. den Vorteil des Erhalts der natürlichen Transluzenz, ein niedrigeres Elastizitätsmodul und bessere Reparaturfähigkeit. Im Vergleich zu Keramik kommt es bei Kompositmaterialien materialbedingt zu mehr Plaquebildung. FRC-RBFDP-Überlebensraten haben in der Literatur mit Angaben von 73,5 bis 97,7 Prozent für einen Beobachtungsraum von drei- bis fünf Jahren eine große Bandbreite, abhängig auch z. B. in Bezug auf ihre Lage.
Gute Ergebnisse
Wissenschaftler interessierten sich deshalb für das Langzeitüberleben, die Erfolgsrate und die parodontalen Auswirkungen dieser Versorgungen nach einer mittleren Nachbeobachtungszeit von 9 Jahren [1]. Sie beobachteten über einen Zeitraum bis zu 22 Jahren den Behandlungserfolg von 48 direkten und indirekten FRC-RBFDPs im Front- und Seitenzahnbereich. Die indirekten Versorgungen wurden aus FRCs (everStick C&B, Stick Tech/ GC) und Kompositen (Enamel plus HFO/Micerium, Biostyle OD2/Dreve, SR Adoro /Ivoclar Vivadent AG) gefertigt. Beim direkten Verfahren wurden faserverstärkte Kompositbündel adhäsiv auf den Pfeilerzähnen befestigt (Einzel-, Doppel- oder Mehrfachanker / bei Doppel- oder Mehrfachankern Verbindung aller Pfeiler miteinander), die Brückenglieder anschließend schrittweise mit den Materialien geformt. In fünf Fällen diente der eigene natürliche Zahn als Brückenglied.
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