· Fachbeitrag · CME-Beitrag
ADHS und das Bemühen um Zahngesundheit
ADHS wirkt sich auch auf die Mundgesundheit aus. Ein erhöhtes Risiko für Karies und Bruxismus sind zwei der Probleme. Untersuchungen beschäftigten sich nicht nur mit den Auswirkungen, sondern auch mit den Strategien zur Erzielung von Verbesserungen in der oralen Gesundheit.
Neurologische Entwicklungsstörung AD(H)S
Eine Störung der neuronalen Signalverarbeitung liegt bei Kindern und Jugendlichen mit ADS oder ADHS vor: ADS ist eine Aufmerksamkeitsdefizitstörung ohne Hyperaktivität, ADHS die Form mit Hyperaktivität und demzufolge eine Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung. Die Behandlung dieser Patienten kann mitunter schwierig sein, können sie sich doch nicht lange konzentrieren und reagieren auf ablenkende Reize im Behandlungszimmer. AD(H)S hat aber auch Auswirkungen auf die Zahngesundheit, den zahnärztlichen Behandlungsbedarf und mögliche Komplikationen, wie verschiedene Untersuchungen zeigen.
ADHS beeinflusst Mundgesundheit negativ
Eine aktuelle Arbeit ging der Frage nach, ob sich ADHS aufgrund der damit verbundenen Konzentrationsschwierigkeiten und dem häufigen Verzehr kariogener Nahrungsmittel infolge Hyperaktivität und Impulsivität auf die Mundgesundheit auswirkt [1]. Es konnte festgestellt werden, dass Kinder mit ADHS eher höhere Plaque- sowie DMFT-Werte und öfters parafunktionelle Habits haben. Einen entscheidenden Ansatz sehen die Autoren in der unterstützenden Funktion der Eltern, da Ernährung und elterliches Bewusstsein bei dieser Patientengruppe für eine adäquate Mundhygiene unerlässlich sind.
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