· Fachbeitrag · CME-Beitrag
Demenz: Risiko zu geringer Schmerzkontrolle
Ältere kognitiv beeinträchtigte oder demente Patienten haben Schwierigkeiten, Schmerzen zu schildern. Das birgt das Risiko, dass diese nicht erkannt werden und entsprechend notwendige Therapien ausbleiben wie auch diese Patienten zu wenig Analgetika und Anästhetika erhalten.
Veränderungen der Schmerzwahrnehmung im Alter
Der demografische Wandel mit einem zunehmenden Lebensalter der Patienten erfordert Wissen darüber, ob und wie sich die Schmerzwahrnehmung im Alter ändert. Eine Metaanalyse [1] zeigte in diesem Zusammenhang, dass aufgrund altersbedingter Veränderungen im Nervensystem diese Patienten eine verminderte Schmerzwahrnehmung bei geringeren Schmerzintensitäten haben. Im Gegensatz dazu die Schmerztoleranzschwellen: Diese weisen im Wesentlichen keine altersbedingten Veränderungen auf [1], sodass die Schmerztoleranz in etwa gleich oder vielleicht sogar vermindert ist [2].
Gleichzeitig steigt die Prävalenz von Schmerzen und Demenz mit zunehmendem Alter [3]. Allerdings berichten Patienten mit Morbus Alzheimer im Vergleich zur Altersgruppe deutlich weniger über Schmerzen und bei ihnen ist die Schmerztoleranzschwelle zwar deutlich erhöht, ihre Schmerzschwelle aber weitestgehend unverändert [4]. Das könnte an den altersbedingten Veränderungen des Schmerzerlebens liegen, insbesondere aber auch an den neuropathologischen Läsionen im Kontext der Alzheimer-Erkrankung [3,4]. Auch die Wirkung von Alzheimer-bedingten Defiziten auf das Vermögen zur Schmerzkommunikation wird diskutiert [4].
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