· Fachbeitrag · CME-Beitrag
Beeinflussung der Mundgesundheit durch (Intervall-)Fasten
Kann Fasten therapeutisch bei Parodontalerkrankungen eingesetzt werden? Das ist noch unklar, nicht aber, dass Fasten Auswirkungen auf parodontale Parameter und orales Mikrobiom hat.
Verschiedene Fastenarten
Fasten hat viele Gesichter. Religiös-basiertes Fasten wie beim Ramadan und Bahá‘í-Fasten erlaubt Essen nachts, bei Trockenfasten am Tag. Intervallfasten ist ein zeitlich begrenztes Fasten, bei dem sich Phasen der Nahrungsaufnahme mit Phasen des Fastens abwechseln, oft nach der Regel 16:8, aber auch anderen Strukturen. Eine Unterform des Intervallfastens ist das zeitlich begrenzte Fasten, das auf einen täglichen Rhythmus fokussiert. Dass das religiöse Fasten Einfluss auf die Zusammensetzung des Speichels hat, ist bekannt, dagegen nicht, welche Auswirkungen hinsichtlich Parodont und Mikrobiom entstehen. Auch gibt es wenig Daten zu den Effekten von Fasten im nichtreligiösen Zusammenhang auf die parodontale Gesundheit bei zudem bisweilen kontroversen Studienergebnissen [1].
Fasten reduziert BOP-Wert
Eine deutsche klinische Studie [1] untersuchte deshalb die Auswirkungen von einem Verzicht auf Speisen und Getränke tagsüber bei religiösem Bahá‘í-Trockenfasten (BF) sowie von Intervallfasten (IF) auf parodontale Parameter im Vergleich zu regulärer Ernährung (RE). Dazu wurde zur Senkung von Einflüssen wie z. B. des Lebensstils eine Gingivitis künstlich hergestellt, indem die Probanden zunächst neun Tage lang keine Mundhygiene durchführten, um anschließend für 19 Tage diese wieder zu aktivieren.
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