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  • · Fachbeitrag · CME-Beitrag

    Intraorale Auswirkungen veganer und vegetarischer Ernährung

    Veganer und vegetarischer Lifestyle ist nicht mehr nur trendig, sondern auch Überzeugung. Welche Risiken oder auch Vorteile das für die Mundgesundheit bedeuten kann, wurde untersucht.

    Vegane, vegetarische und omnivore Ernährung

    Während bei einer omnivoren Ernährungsweise tierische und pflanzliche Nahrung aufgenommen wird, verzichten Veganer auf Nahrungsmittel tierischen Ursprungs und Vegetarier auf Nahrung von getöteten Tieren. Forschende an der Universität Zürich verglichen diese verschiedenen Ernährungsweisen bezüglich ihres Einflusses auf die Mundgesundheit. Sie stellten fest, dass die Allesesser höhere BOP-Werte aufwiesen als die Veganer/Vegetarianer. Die Probanden mit pflanzenbasierter Ernährung hatten mehr Zahnerosionen (aufgrund häufiger säurehaltiger Lebensmittel), dafür war ihre parodontale Gesundheit besser als die der Omnivoren [1]. Smits et al. sprachen bspw. von einem 2,4-fach erhöhten Zahnerosionsrisiko bei Vegetariern [2]. Betrachtet man die über 60-jährigen Studienteilnehmer, so war bei den Omnivoren die Prävalenz für Karies, bei den Vegetariern die für kompletten Zahnverlust höher [1].

    Pflanzenbasierte Ernährung nicht zwingend gesund

    Eine Studiengruppe schaute sich den Zusammenhang von pflanzlicher Ernährungsweise und parodontaler Gesundheit etwas genauer an [3]: Sie stellte fest, dass es keinen signifikanten Zusammenhang zwischen einer komplett pflanzenbasierten Ernährungsweise und Parodontitis wie auch Serumantikörpern gegen parodontal Pathogene gab. Unterschiede gab es aber dann, wenn zwischen der Aufnahme von gesunden pflanzlichen Lebensmitteln (z. B. Obst, Gemüse, Vollkornkost) und ungesunden pflanzlichen Lebensmitteln (d. h. pflanzlich hergestellte, aber verarbeitete Lebensmittel wie z. B. frittierte Kartoffeln, raffinierte Getreideprodukte) unterschieden wurde. So resultierten aus einer verstärkten Aufnahme gesunder pflanzlicher Lebensmittel ein niedrigeres Parodontitisrisiko und erhöhte parodontale Antikörperkonzentrationen bei den Probanden, während bei einem vermehrten Verzehr ungesunder pflanzlicher Lebensmittel das Risiko für Parodontitis bei den Betroffenen stieg und die parodontalen Antikörperspiegel abnahmen.