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  • ·Fachbeitrag ·Schmerzmittel

    Ibuprofen beeinflusst die Diagnostik in der Endodontie

    | Ein Großteil der Zahnschmerz-Patienten nimmt Analgetika ein, bevor er zum Zahnarzt geht. Das kann die Diagnosestellung erschweren. Eine Studie aus Amerika zeigt nun, dass Ibuprofen endodontische Diagnostiktests deutlich beeinflusst. |

     

    Man unterzog Patienten mit Schmerzen an der Zahnwurzel einer Reihe von Tests (Kältetest, Perkussionstest, Palpation und Bisskraftmessungen) und gab ihnen anschließend entweder ein Placebopräparat oder 800mg Ibuprofen. Eine Stunde später wurden die Tests wiederholt und mit dem ersten Durchgang verglichen.

     

    Ibuprofen beeinflusste die Untersuchungen und „maskierte“ die Ergebnisse der Palpation um 40 Prozent, des Perkussionstests um 25 Prozent und des Kältetests um 25 Prozent an den betroffenen Zähnen mit symptomatischer irreversibler Pulpitis und symptomatischer apikaler Parodontitis. Bei der Kontrollgruppe konnte kein ähnlicher Effekt beobachtet werden. Sind avitale Zähne betroffen, ist der Einfluss von Ibuprofen auf die Testergebnisse weniger ausgeprägt.

     

    Bei den Bisskraftmessungen konnte zwischen der Ibuprofen- und der Placebogabe lediglich ein geringer Unterschied dokumentiert werden. Daher kann die Bisskraftmessung dazu dienen, den zu behandelnden Zahn zu identifizieren, wenn zuvor Analgetika eingenommen wurden und andere Tests nicht aussagekräftig genug waren.

     

    Quelle

    • Read JK et al. Effect of Ibuprofen on Masking Endodontic Diagnosis. J Endod 2014; 40( (8):1058-1062.

     

    Abstract

    Quelle: Ausgabe 09 / 2014 | Seite 12 | ID 42872988