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·Fachbeitrag ·Unverträglichkeiten

Allergie auf Füllungsmaterialien nicht selten

| Kontaktallergien auf verwendete Dentalmaterialien, die sich bei Patienten in Form von oralen lichenoiden Läsionen bemerkbar machen, sind nicht selten. Die Entfernung dieser Materialien zeigt oftmals einen positiven Effekt. |

 

Für diese Untersuchungen wurden 45 Patienten mit oralen Läsionen sowie weitere 30 als Kontrollgruppe ausgewählt. 20 der 45 Probanden (44,5 Prozent) reagierten mit allergischen Reaktionen auf Bestandteile von dentalen Materialien. Trotz der geringen Anzahl von Studienteilnehmern deutet also vieles auf einen signifikanten Zusammenhang hin.

 

Auf den Quecksilber-Allergietest reagierten acht Patienten positiv, gefolgt von Nickel (7), Palladium (5), Kaliumdichromat (3), Peru-Balsam, Gold-Natrium-Thiosulfat und Tinuvin (je 2), Eugenol, Kobaltchlorid und Carvon, ein Bestandteil von ätherischen Ölen (je 1). Bei sieben Probanden wurden positive Reaktionen auf mehr als ein Allergen beobachtet.

 

13 von 20 Betroffenen wurde das entsprechende Dentalmaterial entfernt, was in sechs Fällen zu einer vollständigen Ausheilung der Läsionen führte. Deutliche Verbesserungen zeigten immerhin sieben Probanden, keine Verbesserung waren bei weiteren sieben Studienteilnehmern zu verzeichnen. Eine Linderung der Symptome wurde im Allgemeinen etwa drei Monate nach Entfernung des Dentalmaterials beobachtet.

 

Die Forscher empfehlen insbesondere jenen Patienten die Entfernung des Dentalmaterials, bei denen die Läsionen in der Nähe des verwendeten Dentalmaterials – vor allem zu Amalgam – auftreten. Denn die (kontakt-)allergische Reaktion auf Amalgam könne als wesentlicher Faktor bei der Entstehung oraler lichenoider Läsionen angesehen werden.

 

Quelle

  • Sharma R et al. Role of dental restoration materials in oral mucosal lichenoid lesions. Indian J Dermatol Venereol Leprol 2015; 81(5):478-484.

 

Literatur

Quelle: Ausgabe 11 / 2015 | Seite 13 | ID 43661605