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·Fachbeitrag ·PAR-Therapie

Full-Mouth-Desinfektion hilft Typ-2-Diabetikern mit chronischer Parodontitis

| Daten einer Studie der Universität Gießen lassen schließen, dass eine konsequente parodontologische Therapie die metabolische Einstellung bei Diabetikern verbessern kann. Die Studie verglich hämatologische, systemische und parodontologische Parameter bei Patienten mit Diabetes mellitus 2 vor und nach Full-mouth-Desinfektion. |

 

Die Full-mouth-Desinfektion beinhaltete Mund-, Zahn- und Wurzeloberflächenreinigung/-glättung mit Antibiose, gefolgt von 14 Sitzungen Reinfektionsprävention. Die Teilnehmer (Diabetiker und Nicht-Diabetiker) wurden bis zu einem Jahr nachuntersucht, diabetologische und hämatologische Parameter wurden konsekutiv gemessen. Die systemischen Entzündungswerte aller Patienten wurden durch diese Behandlung positiv beeinflusst. Bei allen Patienten wurde das Attachmentniveau verbessert, die Sondierungstiefen wurden in den ersten drei Monaten der Behandlung deutlich reduziert. Auch danach blieb bis Studienende für beide Parameter ein Trend zur Verbesserung. Die Sondierungsblutung wurde in beiden Gruppen durch die PAR-Therapie auf unter 5 Prozent reduziert. Das hochsensitive C-reaktive Protein (CRP) wurde in den Gruppen um den Faktor 2,8 auf 2,5 (Diabetes) bzw. auf 0,7 (Gesunde) reduziert. Das glykosylierte Hämoglobin wurde in der Diabetes-Gruppe deutlich von 11,2 auf 7,5 Prozent gesenkt.

 

Quelle

  • Herrmann J M. Full-Mouth Dekontaminierung mit Antibiose und Reinfektionsprävention bei Typ 2 Diabetikern mit chronischer Parodontitis. Dt. Zahnärztetag 2015, Frankfurt/M., 6.-7. November 2015.
Quelle: Ausgabe 10 / 2015 | Seite 12 | ID 43599036